Vom Tweet zu Keeeb

Liebe Leser,

habt ihr Lust auf eine Klicktour?

Was vorher geschah…

In meinem Postfach finden sich alle paar Tage Emails, die mich auf hoffentlich interessante Tweets von Leuten hinweisen, denen ich bei Twitter folge.

Ich habe privat einen Twitteraccount, um die Szene beobachten zu können 😉 Nein, im Ernst, ich gehöre zu denen, die erstmal schauen, und wenn sie sich etwas sicherer fühlen und vor allem, wenn ich meine etwas in der Social-Media-Welt zu sagen zu haben, dann tue ich das auch.

Eine Empfehlung war ein Post der Stadtbibliothek Köln. Das sieht dann so aus wie auf dem Bild hier:

Ok, wenn ich das lese, verstehen ich eigentlich nur Bahnhof. Doch bei dem Wort Klout bleibe ich hängen. Klout – heißt es nicht Cloud? Das war doch das mit der Wolke im Netz, der böse Konkurrent zu unseren Musik-CDs ;-)? (Das aber wäre eine andere Bloggeschichte.)

Vom Tweet zum Blog

Der Teaser hat bei mir gewirkt. Ich bleibe hängen und möchte wissen, was sich hinter dem kryptischen Tweet verbirgt. Ich lande bei einem Blogbeitrag. Hier steht etwas von „Schufa fürs Web“ und „freiwillige Selbstkasteiung“. Von Musik ist keine Rede und so langsam dämmert mir, dass Klout schon richtig geschrieben ist. Wollt ihr wissen, wie meine Klicktour weitergeht und mir das Wissen nur so zu fliegt 😉 ?

Klout

Ok, also Klout, was ist das? Es geht um Punktevergaben und Ranking, also um die Gewichtung von Suchergebnissen. Mit dem Internet-Dienst Klout sollst du angeblich deinen Einfluss in sozialen Netzwerken bemessen können und das könnte bei der Jobsuche und bei Bewerbungen mal eine Rolle spielen.

„Wer sich bei Klout einreiht, der tut das, um anderen zu zeigen, wie einflussreich er ist – oder wie machtlos. Das Prinzip kann überhaupt nur funktionieren, wenn immer mehr Menschen Klout nutzen oder die Punktzahl für wichtig erachten. Also lassen wir doch die Finger davon, wäre mein Rat.“ so schreibt Jürgen Vielmeier in seinem kritischen Blogbeitrag.

Ich lese auch die Kommentare, um mir noch ein klareres Bild über die eventuellen Dimensionen solcher Bewertungssysteme machen zu können. In einem Kommentar verweist eine Bloggerin auf eine aktuelle Umfrage zum Thema Klout . Ich öffne den weiß-ich-nicht-wie-vielten Tab in meinem Browser und lande auf einer übersichtlichen Seite mit einer Sammlung zum Thema Klout. Aber auf welcher Seite, auf welchem Portal befinde ich mich hier?

Vom Blog zu Keeeb

Ogottogott , noch was Neues: keeeb. Ok, das will ich jetzt auch noch wissen. Also wieder rechter Mausklick, Link in neuem Tab öffnen und ich lese und denke an unsere Diskussionen im Team , Stichwort Zeitmanagement, was denn noch alles… und lese weiter:

„Mit Keeeb bekämpfen wir das große Problem des Information Overload. Es geht darum, sich nicht alle zwei Minuten von etwas Neuem ablenken zu lassen. Die herkömmlichen Lesezeichen, Bookmarkingdienste und Apps wie Pocket oder Instapaper lassen Informationen auf einen Haufen für “später” legen doch das ursprüngliche Problem wird hier nicht gelöst. In den meisten Fällen wächst dieser Haufen sogar schneller an, als dass er “abgearbeitet” wird. Doch für uns zählt das jetzt – der Moment muss genutzt werden.“(Quelle, 02.10.2012)

Wow

Ein Bookmarkingdienst der neuen Art? Die eierlegende Wollmichsau? Und kostet es was? Also suche ich die Webseite von keeeb ab. Alles auf englisch? Hurra, die Hamburger haben auch eine deutsche Version . Ich schaue das Video, sehe Anmeldung frei, aber wo ist der Haken? Es gibt öffentliche und nicht öffentliche „Keeeb-Seiten“, wo angemeldete Nutzer Informationen in Form von Text, Bild und Videos veröffentlichen und sich mit anderen „Keeeb“ern (?) austauschen können.

„Diese Informationen können aus verschiedenen Quellen wie z.B. Cloud Dienste, aus sozialen Netzwerken wie z.B. Twitter und anderen Internetseiten auf ihren Keeeb-Seiten gepostet werden. Die Nutzer können die Informationen in diversen Gruppen kombinieren, die Keeeb-Seiten anderer Nutzer betrachten und kommentieren und den Aktivitäten anderer Nutzer folgen.“ So steht es in den Nutzungsregeln .

Da ich selber noch keinen Account bei keeeb habe, aber von dem was ich gesehen und gelesen habe, schon angetan bin, lasse ich die Bloggerin Sina nochmal zu Wort kommen. Was hält sie von keeeb?

„Der Gründer Konrad Gulla zeigte uns, wie sexy Bookmarking doch sein kann: Wer kennt das nicht, man sammelt Inhalte zu einem bestimmten Thema im Netz und speichert die Links irgendwo. Bilder bei Pinterest, Texte bei delicious, usw. Doch wie bringe ich jetzt alle relevanten Informationen zusammen? Zum Haare raufen! Anders als bei delicious hat der Nutzer von keeeb die Möglichkeit, Bilder, Videos und ganze Texte mit nur einem Klick auf eigens angelegten Themenseiten zu sammeln und so in Zusammenhang zu bringen. Links am Ende des Bookmarkingschnipsels führen zurück zur Originalseite. Die Visualisierung funktioniert ähnlich übersichtlich, wie bei Pinterest. Ein Segen für jeden recherchierenden Menschen, der viele Online-Daten sammeln muss. Ähnlich wie bei wunderkit können die keeeb-Pages in Gruppen genutzt werden, was bei Projektarbeiten ein klarer Vorteil ist.“ (Quelle , 2.10.2012)

Was danach geschah…

So kann es gehen. Auf einmal ist eine Stunde rum. Bin ich schlauer? Ja. Ich brauche kein Marketingprofi zu sein, um zu erkennen, dass hier wieder mal was in Bewegung ist, was auch mit mir und meiner Arbeit zu tun hat. Beispielsweise bieten wir die Themenbibliothek „Job & Karriere“ an. Also gilt es die Augen offen zu halten, ob das Thema Reputationsmessung, z.B. mit Klout, in der angebotenen Literatur aufgegriffen wird.

Für mich noch interessanter ist die Entdeckung von keeeb. Wäre das eine Alternanive zu delicious ? Da werkeln wir intern schon eine Weile rum und hadern mit der Übersichtlichkeit. Die Tools sollen das Arbeiten ja erleichtern! Die Keeeb-Seiten sehen wirklich übersichtlicher aus. Aber das lässt sich im Moment nicht alles klären. Wir sind ja auf dem Weg 🙂
Einen Haken habe ich bei keeeb nicht gefunden, außer, wie bei anderen outgesourcten Sachen im Netz auch: es könnte alles mal weg sein.

„Dies gilt insbesondere für den Fall, dass Sie das Angebot längere Zeit nicht genutzt haben, …“ (Quelle, 2012)

Wir wissen nicht, was mit längerer Zeit gemeint ist 😉 Also Datensicherung nicht vergessen!

Herrje, es ist schon wieder eine Stunde später und noch eine, bis ich das hier alles hochgeladen habe. Mal ehrlich: das kann ich nicht alles während meiner Arbeitszeit lesen und schreiben. Oder doch? Wenn ich Glück habe, wird mal wieder eine Fortbildung angeboten, wo wir über den Tellerrand blicken und ausprobieren dürfen.

Bis dahin bilde ich mich im Web 2.0 weiter und gehe auf Klicktour 😉

Über b.sleegers

Arbeitet und bloggt für die Stadtbücherei Erkrath.

15 Kommentare zu “Vom Tweet zu Keeeb

  1. Danke für die positiven Worte zu Keeeb!
    Auf FB haben wir einen „Inner Circle“ mit Usern, die Keeeb mögen und selber Ideen beisteuern wollen – Interesse? Dann mail mich mal an: marc@keeeb.com

    Gruß
    Marc
    CMO

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  2. Sehr schöner Artikel. Scheint ja doch ein größeres Themenfeld zu sein. Da sollte ich mich wohl auch mal schlau machen. Arbeitserleichterung kann man bei der ganzen Informationsflut immer brauchen. 🙂

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  3. Vielen, vielen Dank für den tollen Artikel und ich bin sehr froh, dass euch Keeeb gefällt. Würde mich sehr freuen, wenn ihr mal ein paar eurer öffentlichen Keeeb Seiten postet, wenn ihr ein wenig länger reingeschaut habt.

    Und über jegliches Feedback sind wir auch stets dankbar! Wir sind immer auf der Suche nach Verbesserungsvorschlägen, was gut gefällt etc.

    Viele Grüße,

    Sebastian vom Keeeb-Team

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    • Ich freu mich wie ein Schneekönig, dass euch der Artikel gefällt 🙂 Und Kompliment zurück, dein Blog hat mir gut gefallen!
      Danke für den Tipp, wir bleiben am Thema dran und schauen wieder vorbei.

      Viele Grüße aus der Stadtbücherei Erkrath

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  4. Vielen Dank für den Artikel. Hat mir viel Spass gemacht beim lesen. Und da ich in Hochdahl aufgewachsen bin, sind wir ja praktisch Nachbarn. Lass ich gerne wissen, wenn ihr mal eine Präsentation für die Nutzung von Keeeb im Team braucht. Ich komme gerne in die alte Heimat 😉

    Liebe Grüße
    Konrad
    CEO

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  5. Hallo liebe Kollegin, da hast du aber einen super Beitrag hingelegt!! – Leider komme ich heute (letzter Tag vor meinen Ferien) gar nicht mehr dazu, den ganzen Spuren nachzugehen und mich mit Klout und Keeeb näher zu befassen. Der bibliothekarische Alltag vor Ort hat heute ganz klar Vorrang, die Ausflüge ins Netz und über den Tellerrand müssen leider warten bis nach dem Urlaub…
    Ich bin aber schon gespannt, vor allem, ob es wirklich in Richtung Zeitersparnis geht??
    Grüße vom anderen Standort 😉

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    • Hallo liebe Kollegin, danke für die Blumen 🙂
      Wir schauen uns die Sache mal an. Aber bis zum nächsten Coachingtag sollten wir uns auf die „Hausaufgaben“ konzentrieren. Keeeb oder ein anderer Bookmarkingdienst müssen leider noch einwenig auf uns warten 😉

      ich wünsche dir schöne Urlaubstage mit viel mehr Sonne als heute 🙂

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  6. Pingback: Schluss mit Klicken – Berufswahl (11) | Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

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