Geliebte Bücher – oder: die virtuelle Bibliothek

Liebe Bücherfreunde,

die Vielleser unter euch kennen das Problem doch bestimmt auch – zumindest diejenigen, die nicht gerade über ein fotografisches Gedächtnis verfügen ;):

Bei der Flut an Büchern, die jedes Jahr publiziert werden, fällt es schwer den Überblick zu behalten: „Wie hieß nochmal das Buch, das ich vor ein paar Monaten gelesen habe?“, „Und worum ging’s da überhaupt?“ oder auch „Das Buch hat mir gut gefallen – was könnte ich denn Vergleichbares lesen“?

Profil bei Lovelybooks

Profil bei Lovelybooks

Fragen über Fragen, die einen immer wieder überkommen und teilweise leicht konfus zurücklassen – mir geht das jedenfalls so! Doppelt ärgerlich ist das Ganze, wenn man z.B. in der Bücherei von einem Leser nach Roman-Tipps gefragt wird und spontan auf dem Schlauch steht, obwohl man eigentlich weiß, dass man bestimmt dutzende Bücher selber gelesen hat, die ins Beuteschema des Lesers passen könnten.

Zum Glück leistet das Internet hier Abhilfe:Seiten wie z.B. Lovelybooks ermöglichen es uns (nachdem wir uns kostenfrei registriert haben) eigene virtuelle Bibliotheken zu erstellen: Hier kann man eintragen welche Bücher man schon gelesen hat, welche man gerade verschlingt oder auch Titel, die man sich zukünftig zu Gemüte führen will. Dabei bedient man sich eines riesigen Buch-Pools, aus dem man seine favorisierten Bücher fischen kann.

Somit ist unser viel beschäftigtes Gedächtnis schon mal ein bißchen entlastet: Unsere Fragen nach den Titeln und Autoren werden mit einem kurzen Blick in unsere Web-Bibliothek beantwortet!

Doch das ist noch lange nicht alles: Interaktion wird hier ganz GROß geschrieben. Wir können die Bücher – und übrigens auch Hörbücher – mit Sternen bewerten, Rezensionen schreiben, Tags vergeben, ähnliche Titel anzeigen lassen und und und…

Und das Schöne an der Sache: Wir sind mit unserer virtuellen Bibliothek natürlich nicht allein – da draußen hocken hunderte von Usern, die ebenfalls ihre ganz persönlichen imaginären Regalbretter bestückt haben und uns an ihrer Sammlung teilhaben lassen. So finden sich viele Mitglieder, die einen ähnlichen Literatur-Geschmack haben wie man selbst… Im besten Falle können daraus sogar Freundschaften entstehen, denn wie bei allen sozialen Netzwerken, hat man auch bei Lovelybooks die Möglichkeit sich mit Mitgliedern zu verknüpfen, sein persönliches Profil zu gestalten und den anderen Nutzern Nachrichten zu schreiben bzw. eine Notiz auf deren Pinnwand zu hinterlassen.

Mit der Zeit bekommt man richtig Spaß an dem Konzept: War ich anfangs noch zögerlich, umfasst meine Bibliothek mittlerweile immerhin 234 Bücher und ich habe 21 Rezensionen auf dem Buckel – noch ausbaufähig, aber ein Anfang ist gemacht 🙂

Das sind noch lange nicht alle Funktionen, die einem geboten werden. Alles im Detail zu beschreiben, würde jedoch hier den Rahmen sprengen…Neben der erwähnten Seite gibt’s übrigens auch noch weitere, ähnliche Angebote im Netz wie z.B. LibraryThing. Auch wir als Bibliothek werden in Zukunft hoffentlich – sofern denn das Verbund-Projekt genehmigt wird – davon profitieren, indem wir etwa unseren Online-Katalog mit eigenen Rezensionen oder denen von Lesern anreichern. Zusätzlich könnten dann bei den recherchierten Titeln Empfehlungen zu ähnlichen Büchern eingestellt werden.

Für mich persönlich sind solche virtuellen Bücherregale jedenfalls ein tolles Geschenk – fast so schön wie ein reales, prallgefülltes Regal daheim… Aber doch nur fast 🙂

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Über d.dax

Arbeite & blogge für die Stadtbücherei Erkrath

Ein Kommentar zu “Geliebte Bücher – oder: die virtuelle Bibliothek

  1. Schon oft hatte ich mir vorgenommen, bei Lovelybooks mal reinzuschauen. Dein Artikel war ein guter Anstoß, es endlich mal zu tun. Scheint mir ein lohnenswertes Portal für den Hausgebrauch zu sein. Danke, hat Spaß gemacht, deinen Artikel zu lesen 🙂

    Wir als Bibliothek setzen ja auf Librarything, da von dort die Rezensionen in die Bibliothekskataloge eingespielt werden können (Librarything for Libraries). Wir hoffen sehr, dass das Projekt unterstützt wird. So hätten wir einen enormen Mehrwert zu unseren eh schon erfassten Katalogdaten.

    Und da wir positiv denken, stellen wir schon jetzt unsere Medientipps in Librarything ein 😉

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