Alzheimer, Graphic Novel und ich

Liebe Leser,

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Sarah Leavitt: Das große Durcheinander

ich möchte euch ein Buch empfehlen, dass mir richtig unter die Haut ging: „Das große Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich“ von Sarah Leavitt.
In letzter Zeit habe ich mehrere biografische Bücher zum Thema Alzheimer und Demenz gelesen und ich war neugierig, wie eine Graphic Novel die Thematik umsetzt. Ich gebe zu, dass ich mich erst für die Seitenaufteilung „öffnen“ musste, denn ich gehörte nie zu den Comiclesern. Aber nach kurzer Zeit hatten sich meine Augen an die neue Lesart gewöhnt und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen.
Und die Erzählung hat mich richtig gepackt. Ich hätte sie, wenn ich die Zeit gehabt hätte, in einem durchlesen können. Es war die Kombination aus Wort und Bild, die einfache Sprache und die skizzenhaften Bilder, die mich zu tiefst berührt hat. Neugierig geworden?

Zum Inhalt

Erinnerungen, Gefühle und Träume dreier Menschen, die mit der Alzheimerkrankheit der Mutter konfrontiert sind. Was macht Alzheimer mit den Familien der Betroffenen? Was bedeutet es für eine Tochter, wenn die Mutter sie nicht mehr erkennt?

Die erste Graphic Novel zum Thema Alzheimer berührt durch Ehrlichkeit und Humor, und durch einen überwältigenden Realismus, der auch vor den dunklen Seiten des Lebens mit Demenzkranken nicht zurückschreckt. Wertvolle Informationen zum Umgang mit Alzheimer wechseln sich ab mit berührenden Bildern des Ehemanns und der zwei erwachsenen Töchter, die trotz allem darum kämpfen, ihr eigenes Leben weiterzuführen, und dabei immer wieder Momente des Glücks zu finden.(Quelle)

Wer sich gerne selbst ein Bild machen möchte, für den gibt es hier eine Leseprobe: http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-407-85968-6.pdf oder kommt vorbei und leiht das Buch bei uns aus 😉

Zu guter Letzt: Wer noch mehr über Alzheimer und Demenz lesen, sehen oder hören möchte, dem sei unser Themenkoffer „Es schneit in meinem Kopf – Demenz“ empfohlen.

Themenkoffer "Es schneit in meinem Kopf - Demenz"

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Über b.sleegers

Arbeitet und bloggt für die Stadtbücherei Erkrath.

2 Kommentare zu “Alzheimer, Graphic Novel und ich

  1. Danke für diesen Buchtipp. Ich bin sehr neugierig geworden!
    Ich finde, Graphic Novels sind ein wunderbares Medium, um Worten Tiefe zu verleihen und Zugänge zu Sachverhalten zu ermöglichen, die mit Worten kaum auszudrücken sind. Mein Favorit ist „Maus“ von Art Spiegelman, sehr gelungen finde ich aber auch „Die Wolke“ von Anike Hage.

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