Musik zum Wochenende 40

Liebe Leser,

wir möchten euch gerne regelmäßig mit einem Musiktipp, -clip oder anderem musikalischen Gut ins Wochenende schicken.

Erik Satie, wie er sich nach 1884 nannte (vor 1884 Éric Alfred Leslie Satie), war ein französischer Komponist des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Seine Musik ist für ihre Klarheit und Einfachheit bekannt, unter anderem die 6 Gnossiennes (um 1890 komponiert), eine Reihe von kürzeren, aber dafür sehr ausdrucksvollen Stücken.

Im Gegensatz zu seiner einfachen, klaren Musik war Satie selber ein sehr komplizierter Exzentriker, der beispielsweise siebenmal den gleichen Anzug besaß, damit er sich nie morgens fragen musste, was er anzieht, oder der beispielsweise eine Zeit lang nur Speisen zu sich nahm, die keine Farbe hatten, in der Hoffnung, es würde die Klarheit seiner Musik beeinflussen.

Der schönste Beispiel für seine Exzentrität sind allerdings die Kommentare zur Aufführungspraxis seiner Werke. So stehen auf den Notenblättern statt der üblichen italienischen Anweisungen zum Tempo und zur Spielweise Kommentare wie „Beinahe unsichtbar“ oder „Wie eine Nachtigall mit Zahnschmerzen“.

Satie war sicherlich einer der interessantesten Persönlichkeiten der damaligen Musikszene. Die Gnossiennes gehören zu meinen absoluten Lieblingsstücken.

Viel Spaß beim Hören und ein schönes Wochenende!

Advertisements

Ein Kommentar zu “Musik zum Wochenende 40

  1. Pingback: Musiktipp: Phaeleh – In the Twilight | Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s