Zum 3. Advent…

Liebe Leser,

eine meiner Kolleginnen ist in Polen geboren. Und sie erzählte mir, dass sie als Kind an Weihnachten immer am Fenster gestanden und darauf gewartet hat, bis die ersten Sterne am Himmel sichtbar wurden. Erst dann gab es das Weihnachtsessen. 12 Speisen, als Sinnbild für die 12 Apostel, standen dabei auf dem gedeckten Tisch. Nach dem Essen gab es endlich die lang ersehnten Geschenke bevor es um Mitternacht zur Christmette ging. Die Geschichte fand ich sehr schön, so wie man sich eine Weihnachtsgeschichte vorstellt. Quasi eine „Bilderbuchgeschichte“. 🙂

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Poppy Seed Pudding von Noema Pérez. CC BY-NC-SA 2.0. Quelle: flickr

Eine traditionelle oberschlesische Weihnachtsspeise ist dabei die Makowki, die zum großen Teil aus Mohn besteht. Mohn als Hauptbestandteil scheinen wohl alle traditionellen Weihnachtsspeisen in Polen gemeinsam zu haben. Warum das so ist, konnte sie mir nicht sagen. Tatsache ist allerdings, dass das Makowki am 24. Dezember frühmorgens zubereitet wird, um dann einige Stunden im Kühlschrank sein Dasein zu fristen, ähnlich wie das Tiramisu, bis es dann am Weihnachtsabend genüßlich verspeist werden kann. Und da ich ein großer Freund von Mohn bin, läuft mir beim Schreiben schon das Wasser im Mund zusammen.

Deshalb hier schnell das Rezept (auch nachzulesen unter chefkoch.de von sonja1991):

500 g frisch gemahlener Mohn
1 l Milch
1 EL Butter
8 EL Honig
1 TL Zimt
1 Pck. Rosinen
1/2 Pck. Zwieback
80 g gehackte Mandeln
150 g Zucker
Mandelblättchen

In einem großen Topf die Milch mit der Butter aufkochen lassen. Den Mohn unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel hinein streuen. Zucker, Honig, Zimt, Rosinen und Mandeln (nach Geschmack auch mehr von diesen Zutaten) dazu geben und alles bei mittlerer bis kleiner Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder gut umrühren. Die Mohnmasse sollte die Konsistenz eines Grießpuddings haben, also nicht zu dünnflüssig sein. Sollte sie zu fest werden, etwas Milch oder Wasser unterrühren.

In eine große Glasschüssel abwechselnd Zwieback und Mohn schichten, dabei mit der Mohnmasse beginnen und enden. Es sollten 3-4 Zwiebackschichten dazwischen sein. Zum Schluss auf der obersten Schicht Mandelblättchen dekorativ verteilen. Mit Alufolie bedecken und im Kühlschrank über Nacht bzw. tagsüber ziehen lassen.

Smacznego!

Radosnych Świat Bożego Narodzenia oraz Szczęsliwego Nowego Roku!

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6 Kommentare zu “Zum 3. Advent…

  1. Ich habe von einer polnischen Familie den Weihnachtsbrauch kennengelernt, immer einen Teller mehr am Tisch zu decken, als Gäste erwartet werden, für unerwarteten Weihnachtsbesuch. Mir hat dieser Brauch und die Idee dahinter sehr gut gefallen.

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  2. Pingback: Nicht dramatisch aber doch traurig | Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

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