Die etwas andere Liebesgeschichte…

Liebe Leser,

an dieser Stelle haben wir zur Abwechslung mal wieder einen Buchtipp für euch! Wir lesen zwar nicht den ganzen Tag (wie es sich manch einer vorstellt ;)), aber doch hin und wieder mal. Und beim Buch „Das Rosie-Projekt“ vom australischen Autor Graeme Simsion bin ich über eine – meiner Meinung nach – echte Perle gestolpert. Am heutigen Valentinstag passt dieser Roman besonders gut, schließlich spielt die Liebe hier eine nicht ganz unwesentliche Rolle 🙂 Deswegen hier mal eine kleine Zusammenfassung des Titels…

Das Rosie-ProjektZum Inhalt…

Don Tillman ist 40 Jahre alt, Genetiker und Single – und vor allem eins: nicht kompatibel mit der Gesellschaft, in der er lebt. Sein Leben beruht auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen, jeder Tag ist minutiös geplant und Emotionen gehen ihm völlig ab. Deswegen ist seine Idee, eine zu ihm passende Frau zu finden, die ihn so akzeptiert wie er ist und gleichzeitig seinen hohen Ansprüchen genügt, kaum umsetzbar. Nach kläglich gescheiterten Single-Partys und anderen Kennenlern-Events entwickelt er daher das „Projekt Ehefrau“ – ein ellenlanger und detailliert ausgeklügelter Fragebogen soll bei seinen potentiellen Partnerinnen die Spreu vom Weizen trennen; übrig bleiben soll die eine Frau, deren Eigenschaften sich perfekt mit Dons deckt (z.B. darf sie nicht rauchen, keine Veganerin/Vegetarierin sein und muss überdurchschnittlich intelligent sein).

Don wertet mit Genes Hilfe (einer seiner wenigen Freunde und Leiter des Instituts für Psychologie) zahlreiche Fragebogen aus, die Top-Kandidatin ist aber nicht in Sicht. Auf Umwegen trifft Don dann eines Tages auf Rosie, die eigentlich so gar nicht in sein Schema passt (Raucherin, chronisch unpünktlich, kann nicht kochen…). Es entwickeln sich überraschend harmonische Verabredungen, bei denen aber nicht etwa die Liebe, sondern Rosies Suche nach ihrem leiblichen Vater im Vordergrund steht. Diese führt zu einer wilden Jagd nach den DNA-Spuren diverser möglicher Väter (Rosies Mutter ist bei einem Autounfall gestorben, seitdem steht sie unter der Obhut ihres Stiefvaters Phil), die Don auswertet.
Hierbei kommen sich Rosie und Don, diese so grundverschiedenen Charaktere, immer näher…

Fazit…

Das „Rosie-Projekt“ hat mir richtig gut gefallen und ich muss sagen, der um das Buch entstandene Hype ist vollkommen berechtigt.
Was auf den ersten Blick vielleicht nach einer etwas außergewöhnlichen Liebesgeschichte klingt, ist in Wirklichkeit viel mehr als das: Besondere Charaktere, aberwitzige Situationen und überaus lustige Dialoge sorgen für ein wahres Lesevergnügen. Dons Unbeholfenheit im Umgang mit seinen Mitmenschen ist teilweise wirklich zum Brüllen komisch: Wenn er z.B. mit einem Buch über Sexstellungen bei Rosie erscheint oder seine Stoppuhr startet, als sie sagt: „Gib mir mal eine Minute zum Nachdenken“.
Graeme Simsions Schreibstil hat mir sehr zugesagt, voller Witz und sprachlicher Feinheiten. Die Story ist unterhaltsam, gut durchdacht und abwechslungsreich. So bin ich, der eigentlich eher im Thriller-Genre unterwegs ist, voll auf meine Kosten gekommen

Fazit: absolut lesenswert 🙂

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Über d.dax

Arbeite & blogge für die Stadtbücherei Erkrath

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