Von der Azubine zur Studentin – Berufswahl (7)

Liebe Leser,

Studentin Julia

Studentin Julia

 

heute möchten wir euch eine junge Dame vorstellen, die nach ihrem Einstieg in die Ausbildung zum Studium gewechselt hat. Ihr Name ist Julia und sie hat ein paar hilfreiche Tipps für Jugendliche, die noch nicht wissen, auf welchem Wege es am besten in das Berufsleben gehen soll.

Es nützt einfach niemandem, wenn man sich selber nicht wohl fühlt.

Woran hast du gemerkt, dass die Ausbildung nicht das Richtige für dich war?

Ich habe nach Beginn der Ausbildung ziemlich schnell gemerkt, dass ich mich langweile. Wenn mir Aufgaben zugetragen wurden, erledigte ich diese zwar korrekt und größtenteils mit Spaß, jedoch war das für mich nie so „erfüllend“. Und als ich mir dann dachte, das möchte ich nicht die nächsten 3 Jahre, geschweige denn mein Leben lang machen, fiel es mir mit der Zeit immer schwerer die Ausbildung, vor allem aber die Berufsschule, ernst zu nehmen. Zudem wünschte ich mir mehr Abwechslung. Danach haderte ich aber noch viele Monate mit mir, denn ein Ausbildungsabbruch ist eine Entscheidung, die man nicht eben über Nacht fällen sollte, zumal ich mich in meinem Betrieb sehr wohl gefühlt habe. Das hat es natürlich nicht einfacher gemacht.

Wie hast du dich informiert/orientiert? Und wo hast du Rat/Hilfe gefunden? (Hast du an der Uni selber nachgefragt bzw. da Infos bekommen?)

Ich wusste grob, in welche Richtung ich gehen will. Dieses Mal wollte ich auf jeden Fall das machen, wovon ich weiß, dass es mir liegt und deswegen auch Spaß macht. (In der Schule waren das zum Beispiel immer Fremdsprachen und Sport). Also habe ich mich zuerst im Internet informiert, welche Studiengänge und spätere Berufsfelder dann für mich in Frage kämen. Als ich mich dann auf Sport/Spanisch auf Lehramt festgesetzt hatte, habe ich einige Freunde, die auch auf Lehramt studieren, um ihre Meinung gefragt. Sie konnten mir bei einigen Fragen und ihren Eindrücken vom Studium helfen, letzten Endes ist es jedoch die eigene Entscheidung, jeder weiß selber am Besten wie er tickt und somit in einen Beruf passt.
Ich ging aber auch zur Studienberatung, und das kann ich wirklich jedem empfehlen, dort hat man sich Zeit genommen und mir alle Fragen sehr freundlich beantworten können. Die Studienberatung kann eben auf individuelle Anliegen besser eingehen als das Internet.

Wie finanzierst du dein Studium? Wird es ein direkter Übergang in dein Berufsleben oder steuerst du noch eine Ausbildung danach an?

Ich wohne noch Zuhause und verdiene zudem auch etwas nebenbei, dementsprechend sind die anfälligen Kosten übersichtlich und zu bewältigen. Dies würde mit einer eigenen Wohnung aber auch anders aussehen. Wie der Übergang nach dem Studium aussieht, kann ich noch nicht konkret sagen. Im Moment denke ich aber dass ich, unmittelbar nach dem Studium und wenn sich eine Möglichkeit ergibt, erstmal so viel wie möglich erfahren und sehen möchte. Ich denke dabei an einen Auslandsaufenthalt, was sich mit meinem Spanischstudium natürlich gut kombinieren lässt.

Und zuletzt: Was findest du wichtig, Anderen zu sagen, die sich noch nicht richtig auf dem Berufsweg entscheiden können?

Dazu kann ich nur sagen, dass man so viel wie möglich in Rahmen von Praktika ausprobieren sollte. Wenn man sich später festgelegt hat und man merkt „das ist es doch nicht“, dann ist das auch kein Beinbruch. Nur dann sollte man sich entscheiden: Abbruch oder aber konsequentes Weitermachen. Es nützt einfach niemandem, wenn man sich selber nicht wohl fühlt, das macht einen unzufrieden und den Arbeitgeber wohl auch nicht glücklich, da sich das meistens auch in der Arbeit widerspiegelt. Jedoch sollte man auch nicht zu sprunghaft sein, manchmal zeigt sich erst im Laufe der Monate, ob es zu einem passt, am Anfang ist immer alles neu und anders („Lehrjahre sind keine Herrenjahre“), und so ein Einstieg in die Arbeitswelt ist eben doch ein neuer Lebensabschnitt.

Vielen Dank!

Sehr gerne!

 

Dieses Interview entstand als Teil unserer kleinen Serie zum großen Thema Berufswahl. Das Ganze ist Bestandteil unseres Jugend-Projekts “Play and learn – medienfit mit der Stadtbücherei Erkrath“, gefördert vom Land NRW .

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