Die Erkrather Kinder- und Jugendbuchwoche läuft wieder (1)

Liebe Leser,

seit Montag rummelt es wieder. Das ist nun das 15. Mal, dass ich die Erkrather Kinder- und Jugendbuchwoche organisiere, aber die Aufregung und damit verbunden das Kribbeln im Bauch, ob denn auch alles klappt, ist im Laufe der Jahre nicht weniger geworden.

Im offiziellen Sprachgebrauch heißt die Kinder- und Jugendbuchwoche „Bücherrummel“, ein Name, den der Landrat Hendele, damals noch Dezernent der Stadt Erkrath, geprägt hat.

Kinder- und Jugendbuchwoche

Monate vergehen, bis die erste Schulklasse erwartungsvoll im Lesecafé in der Stadtbücherei im Bürgerhaus oder im Kaiserhof sitzt, um einem Autor, einer Autorin zuzuhören und  sie anschließend mit Fragen zu löchern. „Sind sie Millionär?“, „Was verdient man als Autor?“, „Wann haben sie mit dem Schreiben angefangen?“…

Bereits im Frühjahr schreibe ich verschiedene Autoren an, wobei neben den geschriebenen Büchern auch andere Auswahlkriterien eine Rolle spielen, wie etwa die Entfernung des Wohnortes oder auch, ob das Honorar des Friedrich Bödecker Kreises akzeptiert werden kann. Viele Veranstaltungen sind in den Vorjahren so gut angekommen, dass ich gerne bereit bin diese Autoren wieder einzuladen.  Ist für jede Klassenstufe ein Angebot gefunden und liegen die Zusagen der Autoren vor, werden die Einladungen an die Schulen, angereichert mit zahlreichen Informationen, verschickt. Und jetzt beginnt die Hauptarbeit, denn die Nachfrage ist auch nach 15 Jahren ungebrochen. Das Veranstaltungsangebot soll gerecht auf alle Schulen verteilt werden. Leider können nicht immer alle Wünsche nach Autor oder Zeit erfüllt werden. Gefühlt werden Hunderte Mails verschickt und Telefonate geführt, bis es endlich soweit ist. Und jedes Jahr frage ich mich, ob sich der Aufwand lohnt. Kaum hat die erste Klasse die Bücherei mit leuchtenden Augen und roten Wangen verlassen, dann weiß ich, es ist die Mühe wert. Lange schon heißt es nicht mehr Lesung, sondern Autorenbegegnung, denn neben dem auf das Buch neugierig machen, sollen auch Anreize zum Schreiben gegeben werden. Es macht Spaß zuzuhören, wenn aus dem „Nähkästchen“ geplaudert wird: wie entstehen die Geschichten, wo kommen die Ideen her, wird mit Computer oder mit der Hand geschrieben, wann und wo wird geschrieben. Vor Jahren hat eine Autorin ihren „Ideenzettelkasten“ mitgebracht.

Christina_Bacher

Die Autorin Christina Bacher

Theisen2

Der Autor Manfred Theisen

Den Auftakt hat am Montag die Kölner Autorin Christina Bacher mit „Bolle und die Bolzplatzbande“ gemacht, gefolgt von Andrea Karimé und Manfred Theisen mit dem „Nerd“, den die Fünftklässler aus der Realschule Erkrath nicht mehr gehen lassen wollten.

Für die Vorschulkinder der Kitas und die Erstklässler gibt es immer ein besonderes Angebot: ein Puppentheaterstück, welches auf einem Buch basiert. Von der Südpfalz angereist hat gestern Billy Bernhard vom Chausséetheater  mehr als 200 Kinder in seinen Bann gezogen. Mit sparsamen Requisiten hat er die Geschichte „Vom Fuchs, der den Verstand verlor“ nach dem Buch von Martin Baltscheid wunderschön und sehr einfühlsam inszeniert. Es war für mich ein besonderes Erlebnis, wie aufmerksam und ruhig die Kinder mehr als eine Stunde der Geschichte gefolgt sind.

Herr Bernhard vom Chausséetheater mit dem Stück „Vom Fuchs, der den Verstand verlor“

Nun kann man sicher verstehen, warum ich mich schon auf die nächsten Tage freue.

Eure Michaele Gincel-Reinhardt

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