Mit dem Lichterweg durch den Advent: Vorlesen einmal anders

Liebe Leser,

kürzlich habe ich euch versprochen, zum Leseausweis im Adventskalender noch einen kleinen „vorlesemotivierenden Nachschlag“ zu liefern. Hier kommt er nun, passen zum heutigen bundesweiten Vorlesetag:

Der Advent ist traditionell eine Wartezeit. Der Begriff stammt zwar ursprünglich aus der religiösen Dimension des Weihnachtsfestes, aber Weihnachten wird ja in vielen Familien auch unabhängig von einer bestimmten Religionszugehörigkeit gefeiert. Und warten, ja warten tun wir doch alle irgendwie aufs Christkind oder den Weihnachtsmann, oder? – Besonders für die kleinen Leute unter uns ist der Advent eine schier unglaublich lange Zeit, die mit herrlichen Tätigkeiten und Ritualen gefüllt werden darf: Mit dem Adventskalender wird den Kindern anschaulich der „Countdown“ der 24 Tage vor Weihnachten vermittelt. Bei uns Erwachsenen steigt beim Anblick des Kalenders oft genug nicht die Vorfreude, sondern die Panik: Was, schon so spät? Soviel muss noch besorgt, geplant, vorbereitet werden… Dazu kommen noch viele lieb gemeinte Einladungen zu vorweihnachtlichen Feiern, die mal mehr und mal weniger sinnvoll erscheinen. Dabei würden wir uns so gerne wie die Kinder einfach an dieser Zeit freuen.

Mit dem Lichterweg habt ihr die Möglichkeit, euch und den Kindern im Alltag so eine kleine besinnliche Insel zu schaffen. Alles, was ihr dazu braucht, sind 24 Teelichter und schöne Geschichten. Und da sind wir wieder bei der Bücherei angekommen: Wenn ihr uns mit euren Kindern besucht und die neuen Ausweise aus dem Adventskalender ausprobiert werden, dann schaut euch mal unsere Weihnachtsbücher genauer an: Es gibt nämlich Bücher mit 24 nicht zu langen Geschichten, für jeden Tag eine.

Dies sind nur zwei Bespiele von unseren Advents- und Weihnachtsgeschichten

Dies sind nur zwei Bespiele von unseren Advents- und Weihnachtsgeschichten

Solch ein Buch solltet ihr euch auf jeden Fall mit nach hause nehmen. Es kann natürlich auch ein Buch mit vielen Kapiteln sein, die jeweils nur zwei oder drei Seiten umfassen und dieses Buch muss gar nicht unbedingt die Weihnachtszeit zum Inhalt haben. Wichtig ist, dass es euch und euren Kindern gefällt. Zuhause wird dann mit 24 Teelichtern ein Weg gelegt, der auch die nächsten vier Wochen an diesem Platz bleiben darf (achtet auf eine feuerfeste Unterlage!!!). Der Weg kann vorsichtig mit Tannengrün dekoriert werden. Jeden Tag darf nun in einem kleinen Ritual ein Teelicht mehr entzündet werden. Und während die Lichter brennen, ist die Zeit für eine kleine Geschichte oder ein neues Kapitel gekommen. Wer mag, kann dieses „Adventsstündchen“ auch noch mit Weihnachtsliedern anreichern. Oft gibt es ja schon einen Instrumentalisten in der Familie, der seine Künste gerne zeigen möchte. Beim Anzünden der Teelichter dürfen ältere Kinder helfen, beim Auspusten auch schon die ganz kleinen.

Wie auch immer ihr euren „Lichterweg“ gestaltet, ihr werdet sehen, dass es euch allen viel Freude bereitet und euer adventliches Vorlese-Zeitfenster schon bald mit großer Vorfreude jeden Tag erwartet wird. So wie der Adventskalender bei den meisten von euch sicher jeden Morgen geöffnet wird, so bietet sich für den Lichterweg auch eine feste Zeit am Tag an. Erfahrungsgemäß ist nach dem Abendessen ein günstiger Zeitpunkt. Und wenn eure Kinder auf das abendliche Vorleseritual auch nach Weihnachten nicht mehr verzichten wollen, dann freut euch und macht weiter, nur eben ohne Teelichter (ein Weg mit 365 Lichtern wäre dann doch zu lang 😉 – und die Adventszeit kommt ja jedes Jahr wieder…)

Ein Tipp noch zum Schluss: Mit zunehmendem Alter wird das abendliche Vorlesen gerne durch eigenes Lesen ersetzt. Beliebt bei älteren Kindern sind die Weihnachtskrimis von Jo Pestum mit verschlossenen Seiten in 24 Kapiteln. Jeden Tag darf ein neues Kapitel „aufgeschlitzt“ werden. Diese Bücher bekommt ihr im Buchhandel.

Eine schöne Vorlese-Adventszeit wünscht euch

Anne Heimansberg-Schmidt

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