Eine Exkursion zur Frankfurter Buchmesse 2015

Liebe Leser,

im Zuge meines gerade angefangenen Studiums der Bibliothekswissenschaften durfte ich am Donnerstag, den 15.10.2015 an einer Exkursion zur Frankfurter Buchmesse teilnehmen. Es war nicht mein erster Besuch einer Buchmesse, bereits während meiner Ausbildung war ich einmal in Frankfurt a.M. und außerdem einmal in Leipzig zur Buchmesse gewesen. Persönlich gefällt mir die Buchmesse in Leipzig besser, zum einen wegen den Cosplayer, deren Kostüme ich stundenlang bewundern könnte, zum anderen aber auch weil ich die Stadt Leipzig sehr gerne mag und immer nach Ausreden suche, sie mal wieder zu besuchen. Es sei aber gesagt, dass ich auch gerne auf der Frankfurter Buchmesse bin.

Frankfurter Buchmesse/Alexander Heimann

Agora 2015, Menschen drängen sich auf der Agora der Frankfurter Buchmesse von Alexander Heimann (Copyright Frankfurter Buchmesse)

Unsere Exkursion erwies sich als sehr spannend – mein Studiengang verbrachte viel Zeit alleine damit, durch die Hallen zu spazieren und sich die verschiedenen Stände anzuschauen. Aber auch die Veranstaltungen an diesem Tag waren sehr interessant.

„Die Säulen der Erde“: Einen Bestsellertitel als Adventure-Game

Der Tag fing an mit einer gemeinsamen Präsentation des internationalen Bestsellerautors Ken Follett und dem Videospielstudio Daedalic Entertainment. Es ging in dieser Veranstaltung darum, den Klassiker „Die Säulen der Erde“ neu zu veröffentlichen, und zwar im Format Adventure-Game. Wer Daedalic kennt, wird sich an dieser Stelle freuen – die Hamburger Firma ist einer der bekanntesten Deutschen Studios hinsichtlich der Produktion dieser Art Spiele. Zugleich sind sie einer der letzten, denn viele große Studios haben schon vor langer Zeit das Format Adventure-Game aufgegeben zugunsten beliebterer Formate wie z.B. First-Person-Shooter oder Simulationsspiel.

„Die Säulen der Erde“ ist schon seit 25 Jahren in Belletristikabteilungen Deutschlandweit zu finden; 2010 wurde die Geschichte verfilmt. Während der Präsentation wird auch ein kurzer Gameplay-Ausschnitt gezeigt. Die Figuren sind in gewohnter Daedalic-Style comichaft gezeichnet, sie haben nur wenig mit den Filmdarstellern ähnlich. Auf meine Frage, welche USK-Altersbegrenzung angestrebt wird, erläutert Geschäftsführer Carsten Fichtelmann, dass das Spiel ab 12 Jahren eingestuft werden soll. Eventuell sogar ab 6 Jahren. Wenn ich an so manche Szene aus dem Buch denke, hätte ich eher eine Einstufung ab 16 Jahren geschätzt. Wie es dann tatsächlich aussieht, werden wir 2017 erfahren, dann soll das Spiel nämlich erscheinen.

 

Die Symposiumsdiskussion „Total vernetzt!“ – Arm, aber saugeil!

Abschließend waren wir eingeladen zur Teilnahme am Symposiumsdiskussion „Total vernetzt!“. Die Diskussion wurde recht bald in einzelne Gruppen aufgeteilt; als erstes ging es für mich in der Gruppe „Arm, aber sexy“ weiter. Angeregt wurde hier zur Teilnahme an den Vernetzungsangeboten der jvm. Der recht ausgefallene Name dieser Gruppe bezog sich, wie mir erläutert wurde, auf uns Studierenden und allgemein auf jungen Menschen im Medienwesen. Hätte man sich doch denken können! 😉

Mich zog es aber schnell weiter zur nächsten Gruppe, die sich mit Social-Media-Auftritten von Bibliotheken beschäftigte. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang den Hinweis, der Bibliothek ein Gesicht zu geben – wer im Internet als Persönlichkeit auftritt statt als unpersönliche Institution, erhält in sozialen Netzwerken größeren Zuspruch. Es reicht hier auch schon, mal sein eigenes Gesicht bei einem Foto zu zeigen. Bereits Ende 2014 hatten wir dazu einen Blogartikel veröffentlicht.

Die letzten Minuten verbrachte ich in einer aufgeregten und hitzigen Diskussion über die Lobbyarbeit in Bibliotheken. Spezifisch ging es hier um Sonntagsöffnungen in Bibliotheken. Ich hatte leider nicht genug Zeit, um in dieser Gruppe viel mitzudiskutieren oder auch mitzuhören.

 

Mein Fazit

Ich war davon sehr begeistert, was es alles auf der Buchmesse gab. Mal wieder wurden unterschiedlichste Interessen meinerseits geweckt. Ich hätte mich nur über etwas mehr Zeit gefreut. Beim letzten Besuch der Leipziger Buchmesse (Ja, ja, ich weiß schon, Frankfurt kann auch schön sein) bin ich mehrere Tage geblieben und hatte so auch genug Zeit alles zu sehen. Ich freue mich also aufs nächste Mal! 😉

von Philip Orr

 

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