Sag mir, was du liest … Ein Interview mit uns (8)

Hallo liebe Leser,

jetzt wird’s persönlich. Frei nach dem Motto: Sag mir, was du liest und ich sag dir, wer du bist.
Auf diese Art und Weise möchten wir uns in kurzen Interviews vorstellen. Wir lassen euch wissen, welche Bücher, Filme, Musik oder Spiele unser Leben prägten, uns berührten und begleiteten.

Hallo Michaele,

welches Buch hat dich als Kind total in seinen Bann gezogen?

So einen Bruder wie Lasse vom Mittelhof habe ich mir immer gewünscht: „Wir Kinder aus Bullerbü“ war mein Favorit. Die aufmüpfige, freche „Pippi Langstrumpf“ hat es mir ebenfalls angetan und so manches Mal hätte ich gerne wie sie gehandelt, aber …… Astrid Lindgren hat mich mit ihren Geschichten lange begleitet; später habe ich sie meinen Kindern vorgelesen. In einer besonderen Lebenssituation, schon lange im Erwachsenenalter angekommen, waren die Abenteuer der „Brüder Löwenherz“ sehr tröstlich für mich. 

Welcher Roman fällt dir ein, wenn du an deine Jugendzeit denkst?Bloginterview_Foto GR

In meinen jungen Jahren stand für mich der Sport im Mittelpunkt des Alltags, da blieb wenig Zeit zum Lesen. Später war „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ von Wolfgang Leonhard ein Muss ebenso wie der beeindruckende Roman „Exodus“ von Leon Uris über die Gründung des Staates Israel. Gerne gelesen habe ich Hermann Hesse und Heinrich Böll, wie etwa „Ansichten eines Clowns“ oder „Das Brot der frühen Jahre“. Böll steht noch komplett in meinem heimischen Regal und so manches Buch möchte ich gerne noch einmal lesen. Nicht weniger wichtig war „Die Möwe Jonathan“ und „Der kleine Prinz“.

In meiner frauenbewegten Zeit :-), Mitte der achtziger Jahre, hatten die Titel „Wohin mit meiner Wut?“, „Ich bin ich“, „Der Tod eines Märchenprinzen“ oder die Bücher von Marilyn French ihren Stellenwert in meiner „Lese“-Welt.

Welche Bücher liest du heute gerne?

Hin und wieder greife ich zur Entspannung nach einem Krimi, wobei mir „Blackout“ von Marc Elsberg und zuletzt „Mörderische Fracht“ von Lukas Erler gut gefallen haben. Gerne mag ich Romane, die gesellschaftliche Themen aufgreifen oder die in anderen Kulturen spielen.

Wenn ich Autoren nennen soll, so fallen mir spontan Uwe Timm, Paul Auster oder T.C. Boyle ein.

Gab es auch ein Hörbuch oder einen Film, der dich begeistert hat?

Hörbücher höre ich bisher selten, eher schon mal ein Hörspiel in WDR 5. Filme schaue ich gerne, besonders solche, die nicht dem Mainstream entsprechen und eher in Programmkinos gezeigt werden. Zwei Filme gibt es, die in meinem Gedächtnis einen festen Platz haben. Die Titelmelodie des Film „Love Story“ aus den siebziger Jahren klingt noch heute manchmal in meinen Ohren und die Emotionen, die die Geschichte in mir geweckt hat, sind wieder spürbar. Heulend und schniefend habe ich damals das Kino verlassen. Ende der achtziger Jahre war ich ergriffen von dem Film „Schrei nach Freiheit“, worin der Regisseur Richard Attenborough exemplarisch am Schicksal des Freiheitskämpfers Stephen Biko die Apartheid-Politik in Südafrika an den Pranger stellt. Dieser Film hat mich tief berührt und mein Interesse an politischen Themen verstärkt.

Wie ist es mit Spielen? Bist du ein Spielertyp?

Familienurlaube, lange Rommé-Spielabende und ein gutes Glas Rotwein gehörten für mich zusammen. Gerne hätte ich auch das Doppelkopfspielen gelernt, aber bisher ist mir das nicht geglückt.

Bist du ein Zeitungs- oder Zeitschriftenleser?

Hin und wieder blättere ich in Wartezimmern oder beim Friseur mal eine Zeitschrift durch. Leider fehlt für das ausführliche Lesen der Tageszeitung oft die Zeit, die Information über tagesaktuelle Nachrichten erfolgt über den Computer schneller, aber im Rentenalter stellt sich hoffentlich die Muße für das Lesen wieder ein.

Musik begleitet uns durch unser ganzes Leben. Welche Musik tut dir immer wieder gut?

Nichts ist für mich so stimmungsabhängig wie das Musikhören: ob Leonard Cohen, The Moody Blues, John Lennon, The Pretenders, The Eagles oder ein Abend mit französischen Chansons – alles hat seine Zeit. Aber gerne höre ich auch die alten BAP-Songs, die Ärzte oder die Toten Hosen. Köln und Düsseldorf lässt grüßen ;-).

Vielen Dank für das Interview!

Kein Problem, immer wieder gerne 🙂

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Ein Kommentar zu “Sag mir, was du liest … Ein Interview mit uns (8)

  1. Oh ja: Pretenders! Die Ärzte!! „Schrei nach Freiheit“!!!, … , bei mir sind es bis heute die „Ferien auf Saltkrokan“ und „Die patente Polly“.

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