Kamishibai im Kindergarten…

…oder: Wer lernt von wem, wenn eine Bibliothekarin sich in die Erzieherausbildung wagt?

Liebe Leser,

hin und wieder treibe ich mich gerne auf beruflichen Nebenschauplätzen herum ;-)…

Deshalb freute ich mich sehr über eine Anfrage von Seiten des Berufskollegs Bleibergquelle in Velbert: Ein Kamishibai-Workshop für BA-StudentInnen in der ErzieherInnenausbildung sollte erstmalig angeboten werden. Das klang spannend.

Der Workshop wurde auf vier Nachmittage verteilt und so flitzte ich ab und zu vom Dienst in der Stadtbücherei direkt in die „Campus“-Welt 😉 , im Gepäck unsere Kamishibais und einige Bildkarten-Sets.

eine Auswahl unserer Bildkarten-Sets für das Kamishibai

eine Auswahl unserer Bildkarten-Sets für das Kamishibai

Vierzehn angehende ErzieherInnen warteten dort auf mich – die geballte Kreativität, wie ich später feststellen sollte. Doch zunächst mal durften sie Zuschauer sein, denn ein Kamishibai lernt man am besten kennen, indem man es erlebt.

Auf geht´s ins Geschichtenland

Auf geht´s ins Geschichtenland

Und ich erlebte mal wieder eine neue Art von Publikum 😉

Die gemeinsame Erarbeitung von Basics, wie zum Beispiel dialogisches Vorlesen und Erzählen, war in der Theorie dann schnell gemeistert. Gut gerüstet mit diesem Vorwissen gingen die StudentInnen danach an die Konzeptentwicklung von insgesamt sieben Kamishibai-Vorführungen für sieben verschiedene Kitas: Es wurden Ideen gesponnen, Requisiten gebastelt, und dann war es soweit: In der letzten Workshop-Einheit „wanderten“ die Workshopteilnehmer mit unseren Kamishibais samt Bildkarten-Sets zum jungen Test-Publikum in den Kitas.

Winterfarben als Unterlage für die Geschichte von "Wanja" - eine gute Idee!

Winterfarben als Unterlage für die Geschichte von „Wanja“ – eine gute Idee!

Dabei wurde einigen Teilnehmern klar, dass zwischen Theorie und Praxis oft noch Welten liegen und dass so manches Konzept sich in der Durchführung dann erst noch „zurecht ruckeln“ muss. 😉  Leider konnte ich selbst nur zwei „Inszenierungen“ erleben und habe wieder einmal festgestellt, wie individuell unterschiedlich zuweilen Geschichten vermittelt werden und wie sie dann stets in neuem Licht erstrahlen…

Die liebevoll hergestellten Requisiten (einige Teilnehmer haben offensichtlich das „Bastel-Gen“ 😉 ) wurden mir nach Abschluss des Workshops gerne für die Arbeit in der Bücherei überlassen 🙂

"Henriette Bimmelbahn" als Stabfigur fürs Kamishibai

„Henriette Bimmelbahn“ als Stabfigur fürs Kamishibai

und auch einige Ideen durfte ich mitnehmen für zukünftige Kamishibai-Erlebnisse in unserem Veranstaltungsprogramm – schließlich muss man das Rad ja nicht immer neu erfinden 😉

Für die Geschichte von "Wanja" gab es Tierfotos und Spuren im Schnee wurden zugeordnet.

Für die Geschichte von „Wanja“ gab es Tierfotos und Spuren im Schnee wurden zugeordnet.

Nicht nur in diesem Sinne hat es sich für mich gelohnt, mal wieder über den eigenen beruflichen Tellerrand hinaus zu schauen und ich hoffe, auch die angehenden ErzieherInnen haben viele neue Impulse für die Arbeit mit Bilderbüchern und Geschichten bekommen.

Anne Heimansberg-Schmidt

 

 

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