Auf gute Nachbarschaft! Teil 2.1

Liebe Leser,

meine Kollegin hatte vor einiger Zeit von unserer Nachbarschaft im Bürgerhaus in Hochdahl berichtet. Da wollten wir im Kaiserhof nicht hinten anstehen. Schließlich haben wir hier auch nette Kollegen. 😉 Und los geht’s mit unserer Archivarin! Und weil Sie so viel Interessantes zu erzählen hat, haben wir beschlossen eine kleine Reihe daraus zu machen. Heute also folgt der erste Streich….

Möchten Sie sich kurz vorstellen?

Frau Stubenhöfer_Blog_2016-06-06_Dau

Die Stadtarchivarin Erika Stubenhöfer.

Ich heiße Erika Stubenhöfer. Ich bin die Stadtarchivarin von Erkrath, das ist mein offizieller Titel hier, und seit Ende 2000, also seit fast 16 Jahren im Archiv in Erkrath tätig. Ich bin ins Archiv nach meinem Geschichtsstudium gekommen und dementsprechend auch für Stadtgeschichte zuständig. Und ich mache meinen Job immer noch sehr gerne! 🙂

Wollten Sie schon immer Archivarin werden?

Nicht direkt. Mein beruflicher Werdegang begann mit einer Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin. Nach vielen Jahren in diesem Beruf, und etlichen Übersetzungen später, habe ich beschlossen mein Abitur nachzumachen, um danach neue und mittelalterliche Geschichte und romanistische Literaturwissenschaft auf Magister zu studieren. Anschließend habe ich mich auf den Weg zu einem ausgedehnten Praktikum im Archiv in Ratingen gemacht, welche übrigens meine Geburtsstadt ist. 😉 Dort hatte ich die Möglichkeit Aufsätze zu veröffentlichen, aus denen ganze Bücher wurden, und Ausstellungen zu konzipieren. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil man einerseits konzentriert wissenschaftlich arbeiten und das im Studium gelernte anwenden kann, und andererseits direkten Kontakt hat zu Geschichtsinteressierten, Schülern und Studenten, also dem sogenannten Publikumsverkehr, wie es hier in der Stadtverwaltung so schön heißt, und dort beratend und unterstützend arbeiten kann. Dann war die Stelle in Erkrath ausgeschrieben und hier bin ich nun! 🙂

Gibt es etwas was Sie geschichtlich besonders interessiert?

Mein Steckenpferd ist eigentlich die Geschichte des 19. Jahrhunderts bis Ende des 1. Weltkriegs, wobei durchaus der Bereich Militärgeschichte mein besonderes Interesse findet. Einer meiner Professoren pflegte immer zu sagen, dass Militärgeschichte zu wichtig ist, um sie den Militärs zu überlassen. Ich gehe da natürliche eher mit einem pazifistischen Weltbild dran und versuche mich in die Menschen hinein zu versetzten,  z.B. beim Lesen von Feldpost, um die Hinter- und Beweggründe zu verstehen und was man in Zukunft vielleicht besser machen kann.

Warum gerade dieses Thema? Was fasziniert Sie so daran?

Die Frage, wie sich Menschen unter Extrembedingungen verändern, wie sie sich durchschlagen und damit trotzdem weiterleben. In Ratingen hatte das Archiv einen Soldaten-Briefbestand aus dem Krieg 1870/71 gegen Frankreich, welchen ich transkribiert und erläutert habe. Dieser ist dann wiederum in der Schriftenreihe vom Stadtarchiv Ratingen und, worauf ich ein bisschen stolz bin, bei den Militärgeschichtlichen Mitteilungen – heute heißt das Militärgeschichtliche Zeitschrift – beim Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam veröffentlicht worden.

Warum haben Sie sich ausgerechnet für ein Geschichtsstudium entschieden?

Geschichte hat mich schon immer interessiert. Und ich hatte auch in meinem zweiten Studiengang gemerkt, dass ich mir in den anderen Fächern Themen gesucht habe, die etwas mit Geschichte und historischem Bezug zu tun hatten. Da lag es dann irgendwann nahe, ganz auf das Geschichtsstudium umzuschwenken.

Eingang zum Stadtarchiv im Kaiserhof.

Eingang zum Stadtarchiv im Kaiserhof

Jetzt sitzen Sie im Kaiserhof ja quasi im Keller. Ist es denn für die Interessierten schwer das Stadtarchiv zu finden?

Wer mich finden will, der findet mich! 😉

***** Fortsetzung folgt *****

So. An dieser Stelle, sagt meine Kollegin, muss nun ein Cliffhanger kommen, damit ihr beim nächsten mal wieder einschaltet. Ich bin gespannt, ob’s funktioniert. 🙂

Es grüßt euch herzlich eure

Angela Dauensteiner

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2 Kommentare zu “Auf gute Nachbarschaft! Teil 2.1

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