Zur Geschichte der Stadtbücherei Erkrath

Liebe Leser,

heute dreht sich in Deutschland alles um Bibliotheken, auch bei uns  😉 . Es ist der Tag der Bibliotheken und wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr reich beschenkt wurden.

Zur Geschichte der Stadtbücherei Erkrath

Was haben wir für ein Glück. Der Bergische Geschichtsverein hat eine Chronik zur Geschichte der Stadtbücherei Erkrath veröffentlicht. Wir sind ganz stolz!

Die Büchereien sind in den über 100 Jahren ihres Bestehens von reinen Leihbüchereien mit einfachen, von einem Sargtischler gefertigten Regalen zur Leih- und Präsenzbücherei geworden. Vom engeren Auftrag der Leseförderung hat sich die Bücherei mit ihren Vorläufereinrichtungen bis heute in der Stadtbücherei zu einer Stätte der Kulturförderung weiterentwickelt. Vom Ein-Mann-Betrieb im Ehrenamt in den alten Büchereien ist die Stadtbücherei heute eine kundenfreundliche Institution mit neun Bediensteten, die im Schichtbetrieb beide Büchereistandorte versorgt. Sie betreute im Jahr 2012 eine Stadtbevölkerung von fast 48.500 Einwohnern 44,5 Öffnungsstunden wöchentlich (ohne Sonderveranstaltungen). (S. 25)

Dr. Hans-Joachim Dietz vom Bergischen Geschichtsverein hat die Geschichte der Leseförderung in Erkrath unter die Lupe genommen. Die Recherchen waren sicher nicht so einfach. Gibt es die Stadt Erkrath doch erst sein 50 Jahren, die Vorgänger der Stadtbücherei aber bereits seit über 100 Jahren. So wie die Stadtgrenzen in Bewegung waren, gab es auch verschieden Vorgänger unserer Bücherei. Angefangen hat es mit einer Leihbibliothek in einem alten  Pfarrhaus mit dem Bestreben:

Der Ausbau der bestehenden Pfarrbibliotheken dürfte in Gemeinden wie Erkrath der billigste und zweckmäßigste Weg zur Befriedigung des Lesebedürfnisses und zur wirksamen Bekämpfung der Schund- und Schmutzliteratur sein. (1910, StA 675, S.8)

Aha  😉

Zum Leseeifer der Benutzer der Volksbibliotheken erläutert der Verwaltungsbericht des Kreises Düsseldorf von 1912, dass die Wintermonate an erster Stelle stünden. Lohnarbeiter machten 31,3 % der Leserschaft aus, mit Gehilfen und Lehrlingen aller Herkünfte stellte die überwiegend körperlich arbeitende Bevölkerung annähernd die Hälfte der Büchereinutzer. (S. 8f.)

So genau können wir heute keine Rechenschaft über unsere Leserschaft ablegen.  😉

Erst 1960 übernahm die fachliche Leitung eine Bibliothekarin, bis dahin waren überwiegend Lehrer ehrenamtlich für die Bibliothek zuständig. Und bis 1999 waren es noch zwei von einander getrennte Stadtbibliotheken, erst seit 1999 arbeiten die Bibliotheken in Alt-Erkrath und Hochdahl unter einer Leitung und einem Konzept.

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Stadtbücherei Erkrath im Bürgerhaus

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Stadtbücherei Erkrath im Kaiserhof

Die Bibliothek in Alt-Erkrath konnte 1987 im Kaiserhof neue Räume beziehen und 1980 die Bücherei Hochdahl im Bürgerhaus. Ich war überrascht zu lesen, dass die räumlichen Bedingungen im Bürgerhaus in den ersten Jahren so schlecht waren, dass die Leiterin kündigte und die Lärmbelästigung und Zugluft in der offenen Halle eine Zumutung für das Personal und die Leser war. (S.18) Inzwischen wurden Wände in die große Halle eingezogen und die Bücherei separiert. Somit sind Zugluft und Lärm heute kein Thema mehr, nur die hohe Raumtemperatur im Obergeschoss ist noch unser Sorgenkind. Deshalb genießen wir jetzt erst einmal den Herbst und Winter.  😉

Ein herber Schlag war 2007 der Brandanschlag auf eine Nachbareinrichtung im Bürgerhaus in Hochdahl. Die Flammen machten vor der Bücherei nicht halt, ca. 13.000 Medien wurden vernichtet. Schon nach einem halben Jahr konnte die Bücherei in Hochdahl wieder geöffnet werden.

Zeittafel

Zum Vergrößern bitte anklicken.

An dieser Stelle stoppe ich. Ich kann ja nicht die ganze Chronik hier wiedergeben… Ich habe die Broschüre mit Freude und in einem Rutsch durchgelesen. Natürlich kann sie bei uns ausgeliehen oder für nur 2,00 EUR gekauft werden.

Eine Win-Win-Situation

Als Dank für das Entgegenkommen, das Michaele Gincel-Reinhardt unserem Verein zeigt, wurde diese kleine, sicher unvollkommene Chronik der Erkrather Stadtbücherei und deren Vorgängereinrichtungen geschrieben. (S.30)

🙂

Auch wir sagen Danke für das Engagemant und die gute Zusammenarbeit.

Viel Spaß Euch allen in Euren Bibliotheken, ganz besonders heute am Tag der Bibliotheken.

Eure Beate Sleegers


So berichtete die Presse:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/erkrath/als-in-erkrath-die-buecherei-entstand-aid-1.6079292

http://www.lokal-anzeiger-erkrath.de/die-stadt/die-geschichte-der-stadtbuecherei-aid-1.6117102

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Über b.sleegers

Arbeitet und bloggt für die Stadtbücherei Erkrath.

Ein Kommentar zu “Zur Geschichte der Stadtbücherei Erkrath

  1. Pingback: Rückblick in Bildern – Oktober 2016 | Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

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