Empangeni Library – eine Bücherei in Südafrika

Sonnige Grüße aus Empangeni!

Um diese schmuddeligen Wintertage etwas aufzuhellen, erzähle ich euch heute etwas aus einem sonnigen Land. Letzten Sommer verbrachte ich meinen Urlaub in Empangeni, einer Kleinstadt in Südafrika.

Südafrika ist ein spannendes Land. Es nennt sich selbst die Regenbogennation, da dort alle Hautfarben vertreten sind und viele Sprachen gesprochen werden: Es gibt allein elf Amtssprachen! Wie kommt das? Zunächst einmal besteht die indigene Bevölkerung Südafrikas aus verschiedenen Stämmen, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Ab dem 17. Jahrhundert siedelten Holländer am Kap, um eine Zwischenstation auf dem Handelsweg nach Indien zu haben. Die Südafrikaner mit holländischen Vorfahren sprechen Afrikaans, das dem Niederländischen ähnlich ist. Anfang des 19.Jahrhunderts übernahmen die Briten weite Teile des Landes um das Kap der Guten Hoffnung. Daher ist Englisch die am weitesten verbreitete Sprache in Südafrika.

Warum erzähle ich euch das alles? Ihr wisst ja, wenn wir Bibliotheksmenschen in einer anderen Stadt sind, werden wir von einer Attraktion magisch angezogen: der örtlichen Bücherei. Auch Empangeni hat eine „public library“, die denen hierzulande erstaunlich ähnelt: Es gibt neben Büchern auch Zeitschriften, Hörbücher, Musik-CDs, DVDs und e-books, mehrere Internet-Arbeitsplätze, die ständig besetzt sind, Klassenführungen für Kinder, einen Tisch mit Büchern zu aktuellen Themen und eine facebook-Seite: https://www.facebook.com/Empangeni-Public-Library-1487117594835918/

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Zwei Dinge sind mir allerdings aufgefallen: Da der Erhalt der lokalen Sprachen von der Regierung gefördert wird, ist dementsprechend Lektüre in den drei Sprachen, die in dieser Region hauptsächlich gesprochen werden, vorhanden: Das ist einmal das isiZulu, die Sprache des Stammes der Zulu, die eigentlich gar keine Schriftsprache ist, dann das Afrikaans und natürlich Englisch.

Das zweite ist das „Learning Channel“ Programm (siehe Bild). Damit können Kinder oder Erwachsene, die keine gute Schulbildung haben, sich selbstständig weiterbilden. Dieses Programm wurde ins Leben gerufen, da die schwarze Bevölkerung bis zum Jahre 1994, als die Apartheid endete, bewusst schlecht ausgebildet wurde und deshalb die Erwachsenenbildung in Südafrika eine große Rolle spielt.

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Puh, das waren jetzt viele Infos. Ich hoffe, ihr hattet trotzdem Lust beim Lesen. Wer mehr über Südafrika erfahren möchte, findet dazu etwas in unserem physischen Bestand, als ebook und viele Daten zum Land auch online in unseren Munzinger-Nachschlagewerken. Eure Anna Bruske

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Ein Kommentar zu “Empangeni Library – eine Bücherei in Südafrika

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