Bedankowatsch! – Medientipp: „Wer fast nichts braucht, hat alles“

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, dass ich sehr ins Herz geschlossen habe. Es trägt den Titel „Wer fast nichts braucht, hat alles“ und wurde von Angela Bajorek verfasst; viele werden es nur als „die Janosch-Biografie“ kennen.

 

Und es sieht in unserem Katalog so aus 🙂

 

Wer sich ein bisschen mit Janosch auskennt, weiß, dass die skurrile Lebensweisheiten des Autoren (größtenteils) aus seiner eigenen Erfahrung stammen. Und die war nicht immer rosig. Das Buch verschont den Leser nicht, konfrontiert ihn geradezu in den ersten Seiten mit den Erlebnissen des jungen Horst Eckert, der später nur noch Janosch genannt wurde. Und es sind Erlebnisse, die sich sehr prägend auf das Leben des Autoren ausgewirkt haben. Vor allem die negativen. Das ist nicht leicht zu lesen, aber man hat nach dem Lesen das Gefühl, Janosch ein Stück weit besser kennengelernt zu haben.

Ich empfinde deswegen große Begeisterung beim Lesen, weil Janosch eine starke Abneigung gegen Journalisten hat und ziemlich oft auf Fragen reagiert, indem er einfach eine herrlich unpassende Geschichte erzählt, oder einfach mit dem Satz „Ich bin Janosch“ antwortet. Die Verfasserin konnte durch langjährigen Schriftverkehr solche ausweichende Antworten aus dem Weg gehen, und so entsteht das Bildnis eines Menschen, der lieber in der Hängematte liegt als sich über die Verkaufszahlen seiner Werke oder die der unzähligen daraus entstandenen lizensierten Spielzeuge den Kopf zu zerbrechen.

Kurz: ein Mensch, der von seinem Erfolg nicht verdorben worden ist und nie vergessen hat, was ihn bewegte. Das ist heutzutage sehr ungewöhnlich. Um einen besseren Einblick in den eigentlichen Hintergründen solcher bekannten Charaktere wie „Cholonek“, „der Bär“ oder „die Tigerente“ zu bekommen, empfiehlt sich dieses Buch genauso, wie um den eigentlichen Menschen hinter dem Namen Janosch kennenzulernen.

Ich fasse mich an dieser Stelle doch lieber kurz, denn ich merke gerade dass ich den ganzen langen Tag darüber schreiben könnte. Vielleicht liegt es daran, dass auch ich ein „Janosch-Kind“ bin und früher gerne die kleine, orange Bücher gelesen habe.

Es bleibt mir also nur übrig zu sagen:

Bedankowatsch, Janosch und Frau Bajorek!

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Philip Orr

 

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Ein Kommentar zu “Bedankowatsch! – Medientipp: „Wer fast nichts braucht, hat alles“

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