Hat Erkrath eine „Bibliothek der Dinge“ und wenn ja – warum nicht?

Liebe Leser,

In Georgsmarienhütte gibt es jetzt eine „Bibliothek der Dinge“. Und zwar in der Stadtbibliothek. Was mich zu einer kleinen Recherche veranlasste und zu der Frage: Ist die Stadtbücherei Erkrath vielleicht auch schon eine „Bibliothek der Dinge“ geworden? Ohne dass wir es gemerkt haben?

Wir lassen unsere Leser nicht im Regen stehen und verleihen deshalb auch Schirme

Schließlich verleihen wir nicht nur Bücher: Bei uns gibt es z.B. auch Ting- und Tiptoistifte, tragbare CD-Spieler, Kamishibaitheater, Tonies, Stromprüfgeräte und Regenschirme zum Ausleihen. Und die Sachen aus dem Kreativregal (überwiegend Bastelmaterial) kann man auch mitnehmen – und braucht sie nicht mal wiederzubringen.

nicht nur die Cd´s, auch die Player kann man bei uns ausleihen.

Das Goethe-Institut in der Slowakei definiert es so: „Bibliothek der Dinge ist ein Ort, wo sich die Leute treffen, die sich für das Teilen von Kenntnissen, Werkzeugen und nützlichen Dingen interessieren. In der Bibliothek der Dinge finden Sie Dinge für Freizeit, Bildung, Sport und Unterhaltung, für Groß und Klein.“

 

Fast sind wir also auch schon eine Bibliothek der Dinge, denn vieles aus dieser Definition trifft auf uns zu. Manches aber auch nicht. Ein entscheidendes Merkmal scheint mir der Gedanke des Teilens im Sinne von Geben und Nehmen zu sein.  Ups, da sind wir schon bei der nächsten Definition gelandet. Nämlich die der sogenannten Share economy . Und die präsentiert auch direkt einen neuen Begriff : „LeiLa“ für „Leih-Laden“. In so einen LeiLa kann man sich „einkaufen“, indem man selbst etwas zum Verleihen stiftet. Ein guter Ansatz, wie ich finde. Und ein Ansatz, der deutlich macht, dass das organisierte Verleihen von Dingen keine Domäne der Bibliotheken ist – aber durchaus eine sein kann, wie das Beispiel von Georgsmarienhütte zeigt. Wie weit aber sollen Bibliotheken hier gehen? Liegt hier unsere Zukunft? C. Haas berichtet  von internationalen Ansätzen, die neugierig machen. Und sie schließt mit einer Frage, die auch mich beschäftigt, nämlich der Feststellung, „dass generell viele Objekte und Werkzeuge ja nicht nur angeschafft, sondern auch  gepflegt und gewartet werden müssen – kann das denn das Bibliothekspersonal, und hat es die Zeit dafür?“

Vielleicht überlassen wir den Löwenanteil einer „Bibliothek der Dinge“ doch lieber den LeiLa´s und klinken uns da ein, wo wir unseren Beitrag leisten können…

Den Begriff „Bibliothek“ jedenfalls teile ich gern, wenn es um nachhaltigen Konsum auf breiter Ebene geht 😉

Anne Heimansberg-Schmidt

 

 

 

 

 

 

 

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5 Kommentare zu “Hat Erkrath eine „Bibliothek der Dinge“ und wenn ja – warum nicht?

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