Projekt Makerspace (1): Was ist ein Makerspace?

Maker-was? Was ist das? „Makerspace“ lautet unser neues Projekt. Seit längerem schon haben wir es ins Auge gefasst und vor kurzem hatten wir eine Schulung zu dem Thema, während der wir angefangen haben, das Projekt zu planen. Dieses Projekt hängt damit zusammen, wie wir uns als Bibliothek heutzutage definieren, mit unserem Selbstverständnis und unseren Zielen. In diesem Blogbeitrag hat meine Kollegin beschrieben, dass wir ein Ort sind, an dem man nicht nur Bücher, sondern auch andere Dinge ausleihen oder teilen kann. Außerdem sind wir natürlich eine Bildungseinrichtung. Die Stadt Erkrath bietet ihren BürgerInnen diesen Ort, um zu ihrer Bildung und Freizeitgestaltung beizutragen. Und wie wir alle wissen, lernt man nicht nur aus Büchern. Viele Dinge lernt man besser, indem man sie selbst tut. Sie ausprobiert. Und das macht man in einem Makerspace: Es ist ein Ort zum (Selber-)Machen. Zum Lernen durch Machen.

Ein Makerspace funktioniert also so: Die Bibliothek stellt den Ort und das Material zur Verfügung, welches Möglichkeiten schafft, um Menschen mit gleichen Interessen zu finden, mit Ihnen kreativ zu werden und etwas zu lernen. Z.B. könnte es Werkzeug sein wie Bohrmaschinen, um Insektenhotels zu bauen, eine Overlook-Nähmaschine, die nicht jeder zuhause hat, oder es könnte eine Fläche zum Pflanzen und Natur erleben sein.

Eine Aufgabe der öffentlichen Bibliotheken ist die Medienkompetenzvermittlung. Das heißt: Zu lernen, mit den Medien, die uns umgeben, zurecht zu kommen. Traditionell ist das natürlich die Leseförderung. Wir fördern das Lesen, da es eine essenzielle Kulturtechnik in unserer Gesellschaft ist. Um die Lese- und Schreibkompetenz kommt man nicht herum, egal ob in analogen oder digitalen Welten. Aber zunehmend werden auch andere Kompetenzen in Umgang mit Technik wichtig: Technik umgibt uns heute überall, wir nutzen sie, verstehen sie aber meist nicht.

Eine Möglichkeit eines Makerspaces wäre daher z.B., Roboterbaukästen zur Ausleihe zur Verfügung zu stellen, anhand derer man lernt, Roboter selbst zu programmieren. Cool, oder? So begleiten Bibliotheken den Weg in die Digitalisierung für alle Generationen. Und wer weiß? Vielleicht entdeckt dabei ein Kind sein Interesse an Technik und ein späterer Berufswunsch wird geweckt?

Es kann auch sein, dass eine Bibliothek die nötigen Geräte und Instrumente zur Verfügung stellt, um Musik zu produzieren, alte VHS –Kassetten zu digitalisieren oder selbst kleine (Trick-) Filme aufzunehmen, um zu lernen, wie dies funktioniert.

Die Bibliothek fungiert dabei als Gastgeber für die BürgerInnen, die hier selbst aktiv und kreativ werden können. Jeder kann sich mit seinem Wissen, seinen Fähigkeiten und Interessen einbringen.

Wir haben uns noch nicht entschieden, in welche Richtung der Makerspace bei uns in Erkrath gehen soll, werden euch aber wie gewohnt hier und auf Facebook auf dem Laufenden halten!
Fragen und Anregungen sind willkommen!

Hier noch ein Video, das erklärt, was einen Makerspace ausmacht:

Eure Anna Bruske

 

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