Mein Praktikum in der Unibibliothek Duisburg

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn man sich für eine Ausbildung als FaMI (Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste) entscheidet, muss man zwischen mehreren Fachrichtungen, also Spezialisierungen wählen. Ich habe mich damals für die Bibliothek entschieden – es gibt aber auch die Fachrichtung Archiv, Bildagentur, Medizinische Dokumentation und Information und Dokumentation. Die Bibliotheken sind ihrerseits wieder unterteilt in öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken/Büchereien.
Im Rahmen meiner Ausbildung sind Praktika in den anderen, gängigsten Fachrichtungen vorgesehen, und letzten Monat trat ich mein Praktikum in der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen, Standort Duisburg, an.

Die Unibibliothek Duisburg-Essen

Vor ein paar Jahren wurden die beiden Universitäten Duisburg und Essen zu einer einzigen Universität zusammengefasst und verteilen sich nun auf mehrere kleinere Standorte in beiden Städten. Viele der Standorte haben praktischerweise auch ihre eigene Themen-Bibliothek vor Ort. Mein Praktikum habe ich in der Bibliothek „LK“ in Duisburg gemacht, die sich auf Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, sowie Mathematik und Informatik spezialisiert hat. Einen schönen großen Bereich der Ostasienwissenschaften gibt es auch in dieser Bibliothek, in dem ich so manche Pause mit Schmökern verbracht habe 😉 dadurch, dass es eben sowohl in Duisburg als auch in Essen Campi gibt, wurde sogar ein Shuttlebus extra für die Studierenden und Mitarbeiter eingeführt, der zwischen den Standorten pendelt.

Meine Aufgaben

Eine Universitätsbibliothek ist normalerweise wesentlich größer als eine Stadtbücherei. Um mich zurecht zu finden brauchte ich als erstes einen Lageplan der vielen Etagen und wo welche Themengebiete zu finden sind. In den drei Wochen, die ich dort verbracht habe, durfte ich mir von allen wichtigen Bereichen ein Bild machen: Medienbearbeitung der Monographien, Zeitschriften und E-Ressourcen, Erwerbung, Lizenzen, Katalogisierung, Fernleihe, … auch ein Einblick in die Arbeit der Fachreferenten war dabei, die man so in einer Stadtbücherei meistens gar nicht hat. Außerdem durfte ich an zwei internen Schulungen teilnehmen, und natürlich war auch hier die Bestandspflege (sprich das Einsortieren zurück gebrachter Bücher in die richtigen Regale) ein großer Teil der täglichen Arbeit. Auch am Sommerfest durfte ich teilnehmen – die Bibliothek hatte dort einen Stand mit einem Quiz über die Bibliothek selbst und ihre Medien, und es gab sogar etwas zu gewinnen! Trinkflaschen der Bib, ein Glas Oliven (anlässlich einer Lesung im Bibliothekssaal von Alida Bremer zu ihrem Roman „Olivas Garten“) oder der genannte Roman.

Die Unterschiede

Die wohl größten Unterschiede zwischen der Stadtbücherei Erkrath und der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen sind die bereits genannte Größe, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Medien, als auch die der Mitarbeiter, aber auch die verschiedenen Themengebiete und der Bezug zu den Nutzern. Während sich eine öffentliche Bücherei durch viel Kontakt zu den Lesern, Veranstaltungen und Lesungen auszeichnet, halten sich die Mitarbeiter einer wissenschaftlichen Bibliothek eher im Hintergrund. Solch eine Aktion wie auf dem Sommerfest ist eher die Ausnahme. Auch die Aufgabengebiete der einzelnen Mitarbeiter unterscheiden sich stark – während wir in Erkrath in jeden Bereich mit eingebunden sind und jeder überall mit anpackt, haben die Mitarbeiter in der Universitätsbibliothek ihre klar abgegrenzten Gebiete. Der eine ist nur für die Fernleihe zuständig, der nächste für die Ausleihe, ein anderer für die Erwerbung der Monographien. So kann sich jeder auf seine eigene Aufgabe konzentrieren, was aber auch nötig ist, wenn täglich so viele neue Medien angeschafft werden wie dort. Die Medien selbst sind natürlich auch sehr unterschiedlich – während wir hier in unserer Stadtbücherei eine bunte Mischung an Medien anbieten und uns auf Belletristik, Krimis, Kinderbücher und Sachbücher für den Alltag konzentrieren, braucht die Universitätsbibliothek natürlich zu einem Großteil nur Fachliteratur für ihre Studierenden. Auch Spiele und Filme findet man dort nicht.

Das Praktikum war sehr interessant und aufschlussreich und ich konnte viel lernen. Auch wenn ich schon studiert habe und das allgemeine System bereits kannte, war es interessant, einmal hinter die Kulissen schauen zu können. Ich wurde dort genauso herzlich empfangen wie hier in Erkrath (liegt wohl am Beruf ;D) und hatte viel Spaß.
Mein nächstes Praktikum wird in einem Archiv stattfinden. Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet 🙂

Liebe Grüße,

eure Stefanie Schmitz

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