#WeltTagDesBuches – „Verschenk“ einen Satz aus deiner Lieblingsgeschichte

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Welttag des Buches und auch ich möchte einen Satz aus einer Lieblingsgeschichte „verschenken“.

Die Stiftung Lesen ruft ihre Follower auf Instagram, Facebook und Twitter dazu auf, am Welttag des Buches einen Satz aus ihrer Lieblingsgeschichte „zu verschenken“. Unter #WelttagDesBuches werden alle Aktionen gebündelt, Buchfans können sich einklinken und unter dem Hashtag Buchtipps und Leseerlebnisse teilen. Die alljährliche Aktion zum Bücherverschenken konnte auf den 20. September 2020 verschoben werden. Mehr dazu hier: https://www.welttag-des-buches.de/

Ich möchte Euch heute zwei Sätze aus dem Roman „Olga“ von Bernhard Schlink schenken:

„Wir waren geduldiger als ihr. Viele waren damals über Monate und Jahre getrennt und dazwischen nur kurz zusammen. Wir mussten warten lernen. Heute fahrt und fliegt und telefoniert ihr und denkt, der andere sei verfügbar. In der Liebe ist der andere nie verfügbar.“ (Quelle, eBook, Seite 95)

„Ihr seid für die Moral, ich weiß.“ Sie sah mich böse an. „Wer moralisiert, will es groß haben und zugleich gemütlich. Aber keiner ist so groß, wie er moralisiert, und die Moral ist nicht gemütlich.(Quelle, eBook, Seite 108)

Zuerst habe ich mir das Buch angehört und war begeistert. Aber es ging mir zu schnell, ich hatte das Gefühl, nicht alles mitbekommen zu haben und wollte den Roman in meinem Tempo erobern. Also griff ich zum Buch, erlebte mit Olga eine ganz besondere Liebesgeschichte, durchschritt mit ihr deutsche Geschichte und war begeistert davon, wie es dem Autor Bernhard Schlink durch verschiedene Perspektiven gelang , die Erzählung intensiv und facettenreich erlebbar zu machen.
Nachdem ich also erst das Hörbuch und dann das E-Book ausgeliehen hatte, kaufte ich mir das Buch 🙂 Denn „Olga“ ist für mich eins der Bücher geworden, die ich gerne griffbereit bei mir zu Hause haben möchte.

Olga, ein Roman von Bernhard Schlink

Rezension: Olga Rinke, 1883 in Breslau geboren, wird ein bewegtes, fast 90-jähriges Leben führen. Schlesien, Pommern, Tilsit und Ostpreußen, Heidelberg und Schwaben werden die Stationen sein, an denen sie 2 Weltkriege überleben wird und später in der Bundesrepublik zurechtkommen muss. Doch die kluge, starke Olga wird nie loskommen von ihrer Jugendliebe Herbert, der als Soldat und Entdecker von Großtaten träumt, aber 1913 bei einer Arktis-Expedition verschollen bleibt. Schlink betrachtet die Vita Olgas aus 3 verschiedenen Blickwinkeln: zunächst aus auktorialer Sicht eines fast dokumentarischen Erzählers, aus der Ich-Perspektive eines heranwachsenden Pfarrersohns, für dessen Familie die Flüchtlingsfrau Olga nach 1945 als Näherin arbeitet, schließlich aus der Ich-Perspektive der Protagonistin selbst, deren Briefe an ihren Geliebten wiedergefunden werden. Ein bewegendes Frauenschicksal, das rund 100 Jahre deutsche Geschichte und Mentalität mit kritischem Blick einfängt – prägnant, schnörkellos und emotional erzählte große Literatur. (Quelle, ekz-Rezension)

Möchtet Ihr auch einen Satz aus einer Lieblingsgeschichte „verschenken“? Dann macht unter dem Hashtag #WeltTagDesBuches  mit bei der Aktion, gerne auch bei uns in den Kommentaren oder wo Ihr sonst im digitalen Raum noch unterwegs seit. 😉

Eine gute Nachricht kommt zum Schluss

Wir haben das Buch „Olga“ an beiden Standorten und in der BIBNET-Onleihe , und alle sind verfügbar. Das kann sich aber ab Montag ändern, denn wir dürfen wieder öffnen! Eingeschränkt zwar, aber der Ausleihbetrieb läuft mit dem nötigen Abstand wieder an:

Stadtbücherei öffnet mit eingeschränktem Betrieb

Ab Montag, den 27.04.2020, stehen Lesefans in Erkrath wieder beide Büchereistandorte in Alt-Erkrath und Hochdahl zur Verfügung, zunächst allerdings mit eingeschränktem Betrieb und reduzierten Öffnungszeiten. So bleiben mittwochs der Standort im Kaiserhof und donnerstags der Standort im Bürgerhaus Hochdahl geschlossen. An insgesamt sechs Tagen in der Woche kann jedoch regelmäßig einer von beiden Standorten zur Ausleihe genutzt werden. Mehr dazu hier

Ich wünsche Euch viel Lesefreude und bleibt gesund!
Eure Beate Sleegers

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