Das Perfekte Hochbeet… oder so ähnlich

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Liebe Leserinnen und Leser,

ist euch das auch schon mal so gegangen… Ein Buch in der Bücherei gesehen, ausgeliehen, gelesen und dann hat sich euer Leben von Grund auf geändert? Wenn nicht, dann lest diesen Artikel und ihr werdet staunen!

Wie alles begann

Vor ca. 5 Jahren zog ich das erste Mal in meinem Leben in eine Wohnung mit großem Balkon – Südseite. Im ersten Jahr nutzte ich den Balkon eigentlich nur zum Wäschetrocknen und zum Draufsitzen. Doch bereits im zweiten Jahr entdeckte ich an meiner damaligen Arbeitsstätte ein Buch zum Thema „Vertikal gärtnern“.

Dieses Buch war der Stein des Anstoßes

Kurz darauf war ich stolzer Besitzer von vier Pflanztaschen.

So ähnliche Pflanztaschen zierten meinen Balkon

Die ersten Versuche mit ein paar Kräuter, Stiefmütterchen und Ringelblumen stimmten mich optimistisch, dass ich vielleicht doch einen grünen Daumen haben könnte.

Im dritten Jahr kamen die ersten drei Tomatenpflanzen und ein kleines Tomatenhaus hinzu und mein Balkon wurde langsam etwas voller. Nach diesen positiven Erfahrungen fand meine Freundin (sie ist begeisterte Gärtnerin und pflegt einen großen Garten mit vielen Gemüsebeeten), dass ich nun bereit wäre für etwas Größeres. Zu diesem Zeitpunkt war das Thema „Hochbeet“ gerade in aller Munde, daher verschlang ich mehrere Bücher zu diesem Thema.

Bei den Hochbeetbüchern gibt es eine große Auswahl.

Mit Erfolg. Ich wünschte mir ein Hochbeet zum Geburtstag. Nach einem Ausflug zum Kompostmarkt, mehrerer Sack Blumenerde, die ich in den ersten Stock wuchtete und einigen Ausflügen zur Gärtnerei war ich stolzer Besitzer eines Gemüsehochbeetes mit Salat, Lauch und Erdbeeren. Nur für meine Wäsche und Sitzecke war kaum noch Platz.

Das Ergebnis im ersten Jahr konnte sich sehen lassen: Ich hatte Salat, Tomaten und Lauch bis zum Umfallen. Nur die Erdbeeren trugen nicht so richtig. Trotzdem schmecke alles prima und ich war begeistert. Vielleicht sollte man am Rande bemerken, dass wir einen Kaisersommer hatten und ich dafür mit dem Gießen nicht hinterher kam.

Auch das zweite Jahr war gärtnerisch ein voller Erfolg. Inzwischen hatte ich ein zweites Tomatenhaus und war auf etwas anspruchsvollere Gemüse umgestiegen. Inzwischen hatte ich auch Lauchzwiebeln, Feldsalat und Möhren. Und wieder schleppte ich jeden Tag literweise Wasser zwischen meiner Küche und dem Balkon hin und her. Aber das machte Spaß, denn ich konnte dem Erfolg beim Wachsen zusehen.

Und wie es weiterging

Und nun das! Wir schreiben das Jahr 2020 und mein Hochbeet geht ins dritte Jahr. Im Frühjahr versuchte ich es wieder mit Feldsalat. Die erste Saat haben die Vögel vollständig gefressen, die zweite übrigens auch bis ich ein Netz spannte, dann hatte der Feldsalat seine Ruhe. Allerdings war es für die dritte Aussaat  viel zu trocken. Das galt auch für die Möhren. Der Lollo Rosso wollte garnicht aufgehen. Die meine ersten Tomatenpflanzen haben die Mäuse gefressen. Und als der Salat endlich kam, kamen die Schnecken gleich hinterher. Denn seit Juni ist es viel zu nass, so dass der Feldsalat und die Erdbeeren verfaulen. Da gibt es so viele tolle Bücher über Hochbeete, Lazy Gardening, die tollsten Tricks im Garten und dann spielt 2020 das Wetter verrückt. Da hilft auch das beste Buch nichts. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Die erste Zwiebelernte ist eingefahren und beim Salat habe ich das Wettrennen mit den Schnecken zumindest vorerst gewonnen.

Die ersten Zwiebelzöpfe hängen sicher und trocken in der Werkstatt
Der Salat ist doch noch was geworden.

Das stimmt mich hoffnungsfroh. Hoffnung auf besser Wetter – vor allem trockenes.

Also, liebe Leserinnen und Leser, nach der Lektüre dieses kleinen Artikels solltet ihr nun gewarnt sein. Durch ein Buch ist aus mir eine kleine Gärtnerin geworden. Ich will gar nicht wissen, was beim nächsten Buch passiert. Wenn ihr es wissen wollt, dann lest meine nächsten Artikel!

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