Ex libris… Aus den Büchern der Stadtbücherei – Buchbinden

Ex…was??? Ex libris ist Latein und bedeutet soviel wie „Aus den Büchern von..“ oder „Dieses Buch gehört…“. Früher hat man es in seine eigenen Bücher geschrieben oder meist gestempelt zusammen mit seinem Namen. So wie unsere Bücher auch einen Eigentumsstempel haben. In dieser Reihe möchten wir euch Tipps aus unseren Sachbüchern vorstellen, die wir (oder auch ihr!) schon ausprobiert haben. Kochrezepte, DIY-Ideen, Wanderrouten, ganz egal.

Heute möchte ich euch das Buch „Meine Buchbinderei“ von Franziska Kühne vorstellen.
Durch das Arbeiten in einer Bibliothek hat man ja bekanntermaßen sehr viel mit Büchern zu tun. Aber woher kommen diese überhaupt? Wie werden sie eigentlich hergestellt?

Also habe ich mir dieses Buch, das mir schon öfter in der Bücherei aufgefallen ist, kurzerhand ausgeliehen und losgelegt. Es werden am Anfang die wichtigsten Materialien und Werkzeuge vorgestellt, und danach mehrere verschiedene, künstlerisch gestaltete Bücher, Hefte und andere Projekte wie Kordelbriefe und Leporellos, kleine auffaltbare Bilderalben.

Da es sich momentan etwas schwierig gestaltet, alle Werkzeuge einzukaufen, habe ich mir ein bisschen was einfallen lassen und z.B. eine Ahle durch eine Teppichnadel und Fingerhut ersetzt. Deswegen habe ich mich auch für eines der einfacheren Projekte entschieden: ein Notizheft in A5.
Hier habe ich auch ein paar Änderungen vorgenommen, wie z.B. fünf statt drei Einstiche für einen besseren Halt gemacht und einen Streifen Motivpapier an die Außenkante geklebt, um Faden und Knoten zu verstecken.

Man braucht 15 Blatt Papier, 1 Blatt Fotokarton oder dickeres Motivpapier, Faden und ein Stück Papier à 21x5cm zum Markieren der Einstiche. Außerdem einen Metallwinkel (Geodreieck und längeres LIneal gehen notfalls auch), Cutter, Schere, Ahle (bzw. Teppichnadel und Fingerhut), in meinem Fall noch etwas Kleber.

Mit Hilfe des Lineals habe ich alle Seiten fein säuberlich in der Mitte gefaltet. Auf dem Papierstreifen habe ich in regelmäßigen Abständen Markierungen für meine fünf Einstiche gemacht, ihn an die Innenseite des Papiers gehalten und dort kleine Löcher mit der Nadel gestochen. Danach legt man alle Seiten ineinander und näht sie aneinander: am besten sticht man in der Mitte von außen nach innen durch und näht dann nach oben, dann nach unten und zurück in die Mitte im Slalom. Den Faden dabei immer etwas festziehen, um eine stabile Bindung zu erhalten (aber nicht zu fest, da sich die Seiten sonst wellen oder der Faden sich durch das Papier „fressen“ kann). Vor dem mittleren Loch dann mit dem Anfang des Fadens verknoten. Wer einen schönen bunten Faden benutzt hat, kann hier gerne eine Schleife machen, das sieht auch sehr schick aus! Leider hatte ich nur einfarbigen und war mit dem Aussehen nicht zufrieden, also habe ich einen Streifen aus anderem, passenden Motivpapier ausgeschnitten und ihn auf die Kante geklebt.

Der zusammen geknotete Faden, außen am Heft

Da das Heft ein Geschenk für meine Schwester ist, habe ich noch einen schönen Spruch herausgesucht und eine schöne Verzierung ausgeschnitten und auf das Cover geklebt.
Und fertig ist ein selbst gebundenes Notizheft!

Vielen Dank für’s Lesen!

Eure Stefanie Schmitz

Ein Kommentar Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.