Ex libris… Aus den Büchern der Stadtbücherei – Wandern rund um Düsseldorf

Ex…was??? Ex libris ist Latein und bedeutet soviel wie „Aus den Büchern von..“ oder „Dieses Buch gehört…“. Früher hat man es in seine eigenen Bücher geschrieben oder meist gestempelt zusammen mit seinem Namen. So wie unsere Bücher auch einen Eigentumsstempel haben. In dieser Reihe möchten wir euch Tipps aus unseren Sachbüchern vorstellen, die wir (oder auch ihr!) schon ausprobiert haben. Kochrezepte, DIY-Ideen, Wanderrouten, ganz egal.

Als Neubürger der Stadt Erkrath (ich bin Mitte 2020 hierher gezogen) und als Wanderbegeisterte bietet es sich an, seine neue Umgebung zu Fuß zu erkunden. Dazu habe das Buch „25 Wanderungen rund um Düsseldorf“ zur Hilfe genommen. Das Buch von Mario Tranti listet 25 kurze Wanderungen mit einer Streckenlänge von 4 bis 14 km auf. Einige sind Rundwanderung, andere Streckenwanderungen. Doch der Autor hat darauf geachtet, dass die Start- und Endpunkte an Haltestellen des ÖPNVs liegen. Viele der Wanderungen lassen sich zu größeren Runden kombinieren. Zu allen Wanderungen gibt es GPS-Tracks auf der Verlagshomepage zum Herunterladen, aber natürlich auch sehr ausführliche Beschreibungen im Buch.

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Ich fotografiere nur selten bei Wanderungen, daher gibt es im Folgenden weniger Bilder, stattdessen jeweils eine kurze Schilderung der Wanderung.

Wanderung 10: „Durchs Rotthäuser Bachtal“ kombiniert mit Wanderung 3 „Von Gerresheim nach Erkrath“

Ich startete am Haus Morp. Nach einem kurzen Teerstück war ich sogleich am Rotthäuser Bach und mitten in der Natur. Überraschend steil ging es durch Wälder bergauf. Da wusste ich, warum meine Lebensgefährtin mich vor den „Gerresheimer Hochalpen“ gewarnt hatte. Entlang des Waldfriedhofs ging es dann leider hinunter nach Gerresheim. Da waren schrecklich laute 1-2 km direkt an den Hauptverkehrsstraßen entlang zurückzulegen. Doch als dieses Stück hinter mir hatte, wurde ich mit Wald und sogar einem Stück des Neanderlandsteiges belohnt. Diesem folgte ich dann auch über einen tollen Waldpfad hinab nach Erkrath und war nach etwa 18 km zurück am Haus Morp.

Fazit: Das soll Düsseldorf sein? Außer dem kurzen Abschnitt in Gerresheim habe ich kaum Häuser und noch viel weniger Menschen gesehen. Stattdessen viel Natur, steile und flache Anstiege, sehr abwechslungsreiches Terrain und Einsamkeit. Den Hinweis, dass die Strecke sehr matschig ist, sollte ernst genommen werden.

So müssen Wanderschuhe aussehen!

Wanderung 1: „Durch den Aaper Wald“ kombiniert mit Wanderung 2: „Rund um den Segelflugplatz“

Diese zwei Wanderungen ließen sich hervorragend kombinieren. Die Strecke mit insgesamt 18,5 km führte mich zunächst ein Stück durch den Aaper Wald und ließ mich ziemlich schwitzen. Denn ganz entgegen meiner Erwartungen ist der Aaper Wald ganz schön hügelig. Etwas Erholung bot da der Einstieg in die Wanderung 2, die mich zunächst um die Galopprennbahn führte. Die Strecke am Pillebach entlang war zauberhaft, vor allem flach, erst danach ging es wieder zurück zum Aaper Wald bergan. Mit einem Abstecher zu den Frauensteinen ging es über breite Forstwege (teilweise schnurgeradeaus und daher etwas langweilig) im ständigen Auf und Ab zurück zum Bauenhäuser Weg, wo ich mein Auto auf einem Wanderparkplatz geparkt hatte. 

Fazit: Genau das richtig für eine Wanderung zum Einstieg nach dem langen Winter. Die Strecke ist dank Kombination der beiden Wanderungen sehr abwechslungsreich, bietet im Aaper Wald und am Pillebach zahlreiche Bänke für eine Pause. Allerdings gibt es auf der ganzen Strecke keine Einkehrmöglichkeit.

Wanderung 25 „Rund ums das Neandertal“

Ich startete wie vorgegeben am Bahnhof Millrath. Zunächst ging es an der Bahnstrecke entlang bis ich irgendwann Richtung Düsseltal abbog. Das Tal der Düssel ist wirklich traumhaft. Hier gibt es eine Entdeckerschleife des Neandertalsteigs („Kalkspuren“). Leider ging es danach stumpf durch Felder, eine ziemlich langweilige Angelegenheit. Am Südring Mettmanns wurde die Wegführung dann ziemlich merkwürdig. Der Weg an der K18 entlang ist kein Vergnügen – vor allem nicht die Überquerung derselben. Auch nicht der Weg zwischen zwei abgeernteten Feldern, der sich als Matschpfad entpuppte. Das trübte das Wandervergnügen. Besser wurde es erst, als der Weg mich am Mettmanner Bach Richtung Neanderthal Museum führte. Hier fand ich auch auch endlich eine Bank für eine Pause. Über das Eiszeitliche Wildgehege ging es zurück zum Bahnhof Millrath. 

Fazit: Es geht durch viele Felder, daher auch viele geteerte Wirtschaftswege, aber auch ein abenteuerlicher Trampelpfad. Landschaftlich recht reizvoll, aber an einen sonnigen Februartag während Corona-Lockdown ist die Strecke sehr überlaufen. Besonders das Neanderthal Museum ließ ich daher möglichst schnell hinter mir.

Wanderung 20 „Von Kaiserswerth nach Angermund über Kalkum“ kombiniert mit Wanderung 21 „Von Kaiserswerth nach Angermund über Bockum und Froschenteich“

Kombiniert man diese Wanderungen, läuft man die 21 in umgekehrter Richtung. Mit GPS-Gerät ist das kein Problem, wenn man der Wegbeschreibung allerdings folgen will, muss man sehr aufmerksam seine Umgebung im Blick behalten und sich manchmal umdrehen, um die richtige Abzweigung zu nehmen. Von Kaiserswerth ging es zunächst nach Kalkum. Ich war von Kalkum und seinem alten Kern sehr überrascht. Dass man so etwas in Düsseldorf noch findet. Viele Häuser haben Erklärtafeln an den Hauswänden, so dass man etwas über die jeweilige Geschichte erfährt. Weiter ging es über Felder nach Angermund. Auch hier touchierte ich mal wieder den Neandertalsteig. Die Eisdiele in Angermund bot eine willkommene Erfrischung. Die letzte Strecke ging am Rhein entlang zurück nach Kaiserwerth. Leider war es ein trüber Tag, aber bei Sonnenschein wird es auf den Feldwegen bestimmt sehr warm.

Fazit: Mit insgesamt 24 km beide Strecken zusammen recht lang. Es geht nur flach und leider oft stumpf gerade aus. Viel offene Flächen bieten einen weiten Blick. Mit einem netten Wanderpartner eine gute Strecke für ausgiebige Gespräche und um es einfach mal „laufenzulassen“.

Alles in allem ein tolles Buch für einfache Touren, um Düsseldorf und seine Umgebung mal von einer anderen Seite kennenzulernen.

Vielen Dank fürs Lesen!

Eure Christin Barthelmie

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