Ex libris… aus den Büchern der Stadtbücherei – Weben

Ex…was??? Ex libris ist Latein und bedeutet soviel wie „Aus den Büchern von..“ oder „Dieses Buch gehört…“. Früher hat man es in seine eigenen Bücher geschrieben oder meist gestempelt zusammen mit seinem Namen. So wie unsere Bücher auch einen Eigentumsstempel haben. In dieser Reihe möchten wir euch Tipps aus unseren Sachbüchern vorstellen, die wir (oder auch ihr!) schon ausprobiert haben. Kochrezepte, DIY-Ideen, Wanderrouten, ganz egal.

Heute stelle ich euch ein schlankes Büchlein über’s Weben vor: Alles selbst gewebt von Christina Klessmann. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil die Autorin so wie ich keinen Webrahmen zur Hand hatte und sich deswegen mit Pappe ausgeholfen hat. In den momentanen Zeiten muss man schließlich kreativ werden, und das auch bei den nötigen Werkzeugen!
Also habe ich kurzerhand meinen kleinen Kaffeetisch als Webrahmen umfunktioniert.

Da ich mich erstmal an ein kleineres Projekt zum Ausprobieren wagen wollte, habe ich mich für eine kleine Tischdecke entschieden.
Dazu nimmt man zwei größere dicke Pappen und schneidet in den angegebenen Abständen Einkerbungen ein. Dann werden sie mit Klebeband an der Tischkante befestigt. Nun wird der sogenannte Kettfaden im Slalom eingespannt – und schon kann man mit der bunten Wolle weiter machen.

Wie bereits gesagt, muss man kreativ sein, wenn man momentan nicht in die Bastelläden gehen kann, um sich eine Stopfnadel oder ein Webschiffchen zu besorgen – aber mit einer Haarklammer hat es auch gut funktioniert 😛
Man fängt an einer Seite der Kettfäden an und geht mit der Nadel abwechselnd unter und dann über den Kettfaden, dann wieder drunter und so weiter. So wird dann immer weiter gewebt. Sobald der Faden zur Neige geht, lässt man an einer Seite etwas Faden überstehen und wechselt zum neuen – die Enden werden dann später vernäht.

Nach einer Weile und vielen verschiedenen Wollfäden später sah mein Tischdeckchen dann so aus. Je nach Dicke der Wolle sieht man die Kettfäden mal besser, mal schlechter. Leider habe ich zur Mitte hin zu stark an der Wolle gezogen, sodass sich die Decke ein bisschen verformt hat. Später hat man das zum Glück nicht mehr so stark gesehen.

Nun werden die Kettfäden mit genug Spiel zum Wollrand abgeschnitten, verknotet und wenn gewünscht noch ausgefranst.

Und fertig ist die selbst gewebte Tischdecke!

Vielen Dank für’s Lesen und viel Spaß beim selbst Ausprobieren,

eure Stefanie Schmitz

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