Erich Fried -Verwirrt

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Hörerinnen und Hörer,

wir möchten Euch von Zeit zu Zeit mit etwas Lyrik den Tag verschönern. Eine gute Gelegenheit, um innezuhalten und auf ganz andere Gedanken zu kommen. Wenn Ihr Wünsche habt, schreibt es in die Kommentare. Wir schauen dann gerne in unserem Lyrik-Bestand oder befragen das Netz.

Heute habe ich wieder ein Liebesgedicht von Erich Fried aus dem Netz gefischt, denn in diesem Jahr wäre der österreichische Autor 100 Jahre alt geworden. Rezitiert wird das Gedicht vom Schauspieler Charles Brauer.

Verwirrt

Wenn ein Blick von dir der mich streift
mir mehr gilt als mein Gedicht
die Nähe deiner Hand mehr
als meine Tagesarbeit
deiner Stimme Klang mehr als die Sache
für die ich mich eingesetzt habe
und mich wieder einsetzen will
auch wenn sie gefährlich ist
dann stehe ich da
verwirrt
und mir schwindelt
weil ich nichts sehe
als dich und dich und dich
näher und näher und wenn ich die Augen zumache
sehe ich dich
noch deutlicher und noch näher
und mir schwindelt noch mehr

Quelle (abgefragt am 03.05.2021)

Zum Schluss noch ein Blogtipp:
Anläßlich seines 100. Geburtstag am 6. Mai finden einige digitale Veranstaltungen zum Leben und Werk Erich Frieds statt. Zusammengetragen hat sie Inga Janzen auf ihrem Blog:
https://erichfried.wordpress.com/blog/

Viele Grüße
Eure Beate Sleegers

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