GEORG TRAKL – Sommer

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Hörerinnen und Hörer,

wir möchten Euch von Zeit zu Zeit mit etwas Lyrik den Tag verschönern. Eine gute Gelegenheit, um innezuhalten und auf ganz andere Gedanken zu kommen. Wenn Ihr Wünsche habt, schreibt sie gerne in die Kommentare. Wir schauen dann in unserem Lyrik-Bestand oder befragen das Netz.

Heute hören wir Sommer von Georg Trakl, rezitiert vom Schauspieler Christian Brückner, bekannt vor allem als feste Synchronstimme von Robert De Niro.

Sommer

Am Abend schweigt die Klage
des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
der rote Mohn.

Schwarzes Gewitter droht
über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
erstirbt im Feld.

Nimmer regt sich das Laub
der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
rauscht dein Kleid.

Stille leuchtet die Kerze
im dunklen Zimmer;
eine silberne Hand
löschte sie aus;

windstille, sternlose Nacht.

von Georg Trakl, (1887 – 1914)

K. Trakl, Public domain, via Wikimedia Commons

Quelle: shakespeare-literatur – Sommer (Georg Trakl) (de.tl)

Viele Grüße
Eure Beate Sleegers

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Xeniana sagt:

    Ich mag dieses Gedicht sehr

    Gefällt 1 Person

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