Ex libris… Aus den Büchern der Stadtbücherei – Heidefahrt mit dem Rad

Ex…was??? Ex libris ist Latein und bedeutet soviel wie „Aus den Büchern von..“ oder „Dieses Buch gehört…“. Früher hat man es in seine eigenen Bücher geschrieben oder meist gestempelt zusammen mit seinem Namen. So wie unsere Bücher auch einen Eigentumsstempel haben. In dieser Reihe möchten wir euch Tipps aus unseren Sachbüchern vorstellen, die wir (oder auch ihr!) schon ausprobiert haben. Kochrezepte, DIY-Ideen, Wanderrouten, ganz egal.

Die Fahrradrundtour „Heidetour“ habe ich in dem Buch „Radeln für die Seele – Wohlfühltouren Münsterland“ gefunden. Da an Himmelfahrt in diesem Jahr noch nicht sehr viel mit Ausflügen ging, haben wir uns entschieden, diese Fahrradtour zu machen. Einen vollständigen Bericht meines kompletten Himmelfahrtsausflugs findet ihr bei mal-anders-was-machen.blog, wo dieser im Juni 2021 veröffentlicht wurde.

Die offiziellen Angaben zur Tour

  • Titel: Heidefahrt – Münsterland trifft Niederrhein
  • Länge: 57 km
  • Dauer: 6 Stunden
  • Schwierigkeit: Auszeittour
  • Höhenmeter: 190 Hm

Teil 1: Durch Heide und Felder zum Schloss Raesfeld

Morgens geht es erstmal mit dem Auto nach Dingden zu einem Waldparkplatz. Als wir die Fahrräder parat haben, das Auto abgeschlossen ist, können wir los. Zu dieser Radtour haben wir einen GPS-Track, den man sich kostenlos beim Verlag herunterladen kann. Zunächst müssen wir mal rauf auf den Track. Die Tour start eigentlich am Bahnhof in Dingden, diesen Teil sparen wir uns, da wir außerhalb geparkt haben. Es geht also direkt los in die Heide. Wir sind noch nicht lange unterwegs, da kommt schon der erste Stopp: Die Aussichtskanzel. Von hier aus kann man die Tiere im Feuchtgebiet gut beobachten. Der Sitzplatz ist sogar gepolstert. So schauen wir den Wasserbüffeln beim Baden zu und greifen selbst kurz zum Picknick.

Genug geschaut, kurz gestärkt. Jetzt kann es richtig losgehen. Wir fahren durch die Felder der Büngernsche Heide. Die Wege sind gut und eben, keine Hubbel oder Schlaglöcher stören. Es handelt sich um ganz normale Straßen mit Straßennamen, so dass wir vereinzelte Häuser passieren, aber Autos begegnen uns nicht. Wir erreichen Krechtingen. Hier gibt es eine kleine Wasserkraftanlage, aber wir halten nicht an, sondern fahren nur langsam über die Brücke. Dasselbe gilt für die Habers Mühle, eine Windmühle, wo es zwar einen Rastplatz gibt, aber der ist leider mit einer anderen Fahrradgruppe besetzt. Es tröpfelt ganz leicht, aber richtiger Regen kommt nicht runter. Den nächsten Stopp legen wir erst an der Kirche St. Maria Immaculata ein.

Wir fahren gemütlich weiter. Gemütlich heißt in unserem Fall mit ca. 20 km/h. Aber es geht geradeaus, das Wetter ist toll, es läuft. Aber wir kriegen Hunger. Wir halten Ausschau nach einer Bank. Und bei der Isselquelle finden wir ein tolles Plätzchen für eine Picknick. Die Quelle steht sehr niedrig.

Es geht weiter nach Raesfeld. Wir fahren direkt zur imposanten Schlossanlage. Dort lassen wir die Räder erstmal stehen und umrunden auf dem inneren Ring das Schloss zu Fuß. Drinnen wie draußen ist eine Menge los. Nur auf den Wiesen am Schlossgraben tummeln sich keine Touristen, sondern Gänse mit ihren Küken. Die Hälfte unserer Tour haben wir geschafft.

Teil 2: Von Raesfeld über Marienthal zurück nach Dingden

Hinter dem Schloss ändert sich der Charakter der Tour völlig. Es geht nun zum ersten Mal durch einen Wald, den historischen Tiergarten. Keine endlosen Felder mit geteerten Straßen mehr, stattdessen natürlicher Wald mit Waldwegen und vielen Teichen, die dick grün von Entengrütze bedeckt sind.

Raus aus dem Wald gelangen wir über Felder nach Marienthal. Hier fahren wir kurz am Kloster und Klosterkirche vorbei, aber für uns geht es direkt weiter. Es ist spät und wir haben noch ein bisschen Strecke vor uns.

Es sind zwar nur noch 10 oder 12 km bis zum Auto und wir sind schon wieder an den Rändern der Dingdener Heide, aber wir brauchen nochmal einen Pause. Meine Partnerin hat schlappe Beine. Und mir tut der Hintern weh.

Nach der kurzen Erholung verwöhnt uns der der Weg mit Einsamkeit, gerader Strecke, die leicht bergab führt und lockerem Wald mit Schatten. Schon bald sehen wir die ersten Häuser von Dingden. Die lassen wir allerdings links liegen und fahren direkt an der Akademie Klausenhof vorbei. Noch einmal fahren wir durch die Heide, bis wir unseren Zuweg zum Parkplatz erreichen. Noch zweimal abbiegen und wir stehen am Auto. Mein Bordcomputer zeigt „Fahrzeit 3:00 h“. Uff, waren wir schnell! Insgesamt waren wir nicht mal 5 h unterwegs. Mit wundem Hintern und Pudding in den Oberschenkeln steigen wir von den Rädern. Unsere erste Fahrradtour dieser Länge haben wir geschafft.

Fazit

Der GPS-Track war so genau, dass wir die Routenbeschreibung im Reiseführer gar nicht gebraucht haben. Diese ist aber detailliert, so dass man die Tour sicher auch ohne elektronische Karte gut bewältigen kann. Außerdem gibt es jede Menge Tipp für Einkehr- und Rastmöglichkeiten (die fast alle wegen Corona geschlossen waren) und besondere Spots. Mit dieser Beschreibung verpasst man garantiert nichts am Wegesrand.

Habt ihr auch schon eine schöne Fahrrad- oder Wandertour mit einem Reiseführer aus der Bücherei gemacht? Dann erzählt uns gern von euren Erlebnissen. Oder holt euch in Anregungen aus unserem reichhaltigen Angebot an Reise- und Ausflugsführer.

Eure Christin Barthelmie

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