Der neue OPAC der Stadtbücherei – Führung und Tipps (Teil 3)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute im letzten Teil der Reihe werden Euch die Kommentarfunktion und die sogenannten Kataloganreicherungen vorgestellt. In den ersten beiden Posts zur Reihe (Teil 1 hier und Teil 2 hier) wurden schon einige Neuerungen vorgestellt.

Teil 3: Kataloganreicherung und Kommentarfunktion

Eine weitere Neuerung ist die Kommentarfunktion. Ganz oft wird uns berichtet, wie gut das ausgeliehene Buch gewesen sei. Im neuen OPAC könnt Ihr das als Kommentar hinterlassen, damit auch andere Nutzer davon erfahren. Natürlich muss unser Personal die eingetragenen Kommentare prüfen, vor sie veröffentlicht werden – sonst könnte man Beleidigungen oder ähnliches nicht ausschließen.

Wenn Ihr einen Titel ausgesucht habt und dazu einen Kommentar abgeben wollt, müsst Ihr als erstes angemeldet sein. Die Anleitung dazu findet Ihr in Teil 2. Wenn die Anmeldung erfolgt ist, klickt Ihr in der Vollansicht des gesuchten Titels unten rechts auf den Reiter „Kommentare“ und klickt dort auf „Verfassen oder bearbeiten Sie Kommentare zu diesem Titel“.

Im nun erscheinenden Fenster kann Euer Kommentar dann verfasst werden. Wenn Ihr auf „Abschicken und Fenster schließen“ geklickt habt, wird der Kommentar an unser Personal zur Prüfung weitergeleitet.

Nachher könnt Ihr das abgeschickte Kommentar noch bearbeiten, wenn es noch nicht geprüft wurde. Wenn der Kommentar geprüft wurde und erschienen ist, sieht man ihn auch, ohne angemeldet zu sein.

 

 

 

Vielleicht findet Ihr das aber jetzt doch zu aufwändig, um nur kurz Eure allgemeine Meinung zu diesem Titel zu sagen. Dafür könnt Ihr unter jedem Titel Euren Eindruck auf einer Skala von 0 bis 5 Sternen hinterlassen. Auch dafür muss man angemeldet sein.

Eine beispielhafte Bewertung. Der nicht angemeldete Benutzer sieht auch nur die Bewertungen und kann selbst keine abgeben.

 

Kataloganreicherung“ bezeichnet in der Bibliothekswelt das hinzufügen von Informationen oder Dienstleistungen zu Katalogisate eines Bibliothekskatalogs. Der Begriff ist denkbar schwammig, weil alle möglichen Informationen oder Dienstleistungen in Frage kommen, von Empfehlungsdienste á la Amazon („Andere Nutzer, die dieses Buch gelesen haben, interessierten sich auch für…“) bis hin zur automatisierten maschinellen Auslese der Inhaltsverzeichnisse des jeweiligen Buchs und die daraus erfolgende automatisierte Vergabe von Schlagwörtern. Alles, was einen Mehrwert darstellt, um es kurz und knapp zusammenzufassen.

Solche Kataloganreicherungen hatten wir im alten OPAC bereits einmal eingesetzt, damals mit LibraryThing for Libraries. Meine Kollegin hatte dazu ausführlich berichtet – zum Beispiel hier oder hier 🙂

In unserem neuen OPAC werdet Ihr direkt in der Vollanzeige mit einer solchen Kataloganreicherung konfrontiert. Wir bekommen nämlich von einem externen Partner Zusammenfassungen und Rezensionen zu deutschsprachigen Medien, die automatisch eingebunden wurden, sodass Ihr direkt auf den ersten Blick eine Vorstellung vom Inhalt des Titels bekommt.

Da die Rezensionen nicht von uns kommen, bitten wir darum, dass Ihr es nicht gleich bei uns meldet wenn Ihr anderer Meinung seid. Stattdessen könnt Ihr das ja als Kommentar verfassen; dann haben gleich nicht nur wir Mitarbeiter, sondern auch andere Nutzer etwas davon.

Rechts neben dem Titel gibt es in der Vollanzeige noch weitere Anreicherungen. Zu manchen Titeln gibt es im neuen OPAC eine Verlinkung zu Wikipedia-Artikel über Wörter aus dem Titel. Diese Verlinkungen werden automatisch erstellt, manchmal ist da also auch etwas weniger sinnvolles verlinkt.

Wer ein gefundenes Buch noch lieber kaufen als ausleihen möchte, kann das zwar nicht bei uns, kann aber auf die Verlinkung „Kaufen statt Leihen“ klicken, um diesen Titel in unserer örtlichen Buchhandlung Weber oder bei Amazon oder Buchhandel.de nachzuschlagen. Im Punkt „Weitere Suchen“ direkt darunter sind auch Google Scholar und WorldCat verlinkt.

Einen gefundenen Titel kann man auch per Facebook, Twitter, LinkedIn, Google+ oder per Mail teilen – dazu drückt Ihr auf die Buttons rechts vom Titel.

Nicht hierdrauf, das ist nur ein Bild 🙂

 

Die aus meiner persönlichen Sicht interessanteste Anreicherung ist die Möglichkeit, digital im Regal zu stöbern. So entdeckt man, welche Titel eine ähnliche Signatur haben und somit im Regal zusammenstehen. Dazu klickt Ihr in der Vollanzeige neben der Signatur auf „Regal durchstöbern“.

Dieses Buch hat die Signatur „Hed Hos“ – daher werden weitere Titel gesucht, in deren Signatur „Hed“ vorkommt, und einfach als Karussell präsentiert. Daher können auch bei einem Sachbuch mal Romane nebenbei präsentiert werden, wie es unten der Fall ist – „Axolotl Roadkill“ hat zwar die Signatur „Hed“, steht aber im Regal nicht neben „Kryptowährungen“, sondern bei den Romanen.

Das sieht man auch, wenn man auf den Cover klickt:

Dort auch schön zu sehen ist die oben beschriebene Empfehlungsanreicherung, „Andere Leser interessierten sich auch für…“.

Je länger der OPAC funktioniert, desto besser funktionieren diese Empfehlungen. Also habt bitte noch etwas Geduld 🙂 und probiert mal alles aus und gebt uns, wie immer, gerne eine Rückmeldung, was Euch gut und was Euch weniger gut gefällt – zum Beispiel per Mail an stadtbuecherei@Erkrath.de mit dem Betreff „Rückmeldung zum neuen Katalog“ – oder einfach hier in der Kommentarfunktion.

Mit diesem Post wird die „Offizielle“ Reihe geschlossen, aber es werden sich sicher noch einige Tipps und Neuerungen zeigen. Die teilen wir Euch dann in einzelne Posts mit. 🙂

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und beim Ausprobieren!

von Philip Orr

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Der neue OPAC der Stadtbücherei – Führung und Tipps (Teil 2)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie im ersten Post dieser Reihe versprochen, machen wir hier im zweiten Teil der Führung weiter mit der Anmeldung und dem Leserkonto.

Teil 2: Anmeldung und Leserkonto

Über die Verlinkung „Benutzerkonto“ oben rechts wird man in die Anmeldung weitergeleitet.

Hier drauf klicken…

 

…und hier geht’s weiter zum Anmelden 🙂

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Der neue OPAC der Stadtbücherei – Führung und Tipps (Teil 1)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie Ihr schon gespannt beobachten konntet, arbeiten wir seit kurzem mit einem neuen Bibliothekssystem. Die größte Veränderung, die sich für Euch ergibt, ist dementsprechend der neue OPAC – das heißt, der neue Katalog der Stadtbücherei. Um diesen aufzurufen, könnt Ihr einfach auf diese Verlinkung klicken.

Mit diesem Beitrag starten wir eine kleine Blogreihe, die Euch, liebe Leserinnen und Leser, als Hilfestellung zur Bedienung des Katalogs dienen soll. Zeitgleich wollen wir auch auf die neuen, bisher unbekannten Funktionen hinweisen!

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Adieu Jugendcafé und Bonjour Jugendcafé!

Liebe Leser,

manche Aussprüche hört man im Büchereialltag nicht allzu oft, zum Beispiel:

„Mensch, das war doch mal eine schöne Feier!“

Umso einzigartiger und umso schöner, dass dieser Satz jetzt wirklich gut passt. Am 05.07.2018 feierte nämlich das Jugendcafé am Skaterpark die Einweihung seines neuen Gebäudes. Auch wir waren vor Ort, um den Kolleg/innen ganz herzlich zum (wie ich finde, absolut gelungenen) neu gebauten Standort zu gratulieren. Und: um über zukünftige gemeinsame Angebote zu sprechen. Doch dazu, wie der Dichter sagt, später mehr.

Ein riesiges und eindrucksvolles Gebäude, das bei der Eröffnung aus allen Nähten platzte

Die Feier startete um 17:00 Uhr mit einem Live-Konzert der Gruppe „Breakstars Deluxe“, gefolgt von der Eröffnungsansprache unseres Bürgermeisters Herrn Schultz.

 

Die „Breakstars Deluxe“ sorgten für Tanzstimmung

 

Herr BM Schulz hält die Eröffnungsansprache

Während des Umbaus waren die Kolleg/innen des Jugendcafés mehrmals wöchentlich bei uns in der Stadtbücherei im Bürgerhaus vor Ort. Nach unseren Öffnungszeiten hatten die Jugendlichen nämlich dadurch trotz Umbau die Möglichkeit, sich zu treffen, zu entspannen und Weiterlesen

Musiktipp: Sting and Shaggy – Don’t Make Me Wait

Liebe Leser,

wir möchten euch gerne einen Musiktipp, -clip oder anderes musikalisches Gut vorstellen.

Sting und Shaggy sind zwei lang bekannte Gestalten der Musikszene, die dieses Jahr mit ihrem neuen gemeinsamen Album 44/876 auf Tour sind. Sting, der seinerseits bekannte Frontman von „The Police„, wurde in Shaggys Studio eingeladen, um der Single „Don’t make me wait“ seine Stimme zu verleihen, und daraus wurde dann schließlich ein ganzes Album, wie die beiden in einem Interview mit der FNP erzählten.

Reggae ist Thema des Albums, nicht aber das Genre. So sind viele Lieder drauf, die eher als Pop anzusehen wären. Das Insel-Feeling merkt man aber fast immer in den Liedern – wie Shaggy in einem Interview mit der FAZ erläutert, kommen ja beide von „einer großen Insel“.

Insbesondere bei „Don’t make me wait“ spürt man dieses Feeling, wohl auch, weil das Video dazu auf Jamaika aufgenommen wurde.

Viel Spaß beim Hören und einen schönen Tag!

von Philip Orr

Musiktipp – Rachmaninow: Piano Concerto Nr. 2 von Hélène Grimaud

Liebe Leser,

wir möchten euch gerne einen Musiktipp, -clip oder anderes musikalisches Gut vorstellen.

Sergej Wassilijewitsch Rachmaninow war einer der letzten Komponisten der alten Art – diejenigen, die selber ein Instrument beherrschten und dafür berühmt wurden, aber eben auch Stücke komponierten. Dass er am Klavier ein Virtuose wie kein anderer wurde, ist umso erstaunlicher, als dass er eigentlich aus ungünstigen Verhältnissen in die Szene einstieg; seine Eltern waren geschieden, seine Familie hatte nur wenig Geld und er bestand nicht einmal die Abschlussprüfung am St. Petersburger Konservatorium.

Sein Cousin Siloti konnte jedoch rechtzeitig erreichen, dass er beim berühmten Swerew ausgebildet werden konnte, und so geling es Rachmaninow, eine Oper als Abschluss seines Schülerdaseins zu schreiben, welche groß gefeiert wurde: „Aleko“. Er rutschte nach seinen ersten Erfolgen jedoch in eine tiefe Depression, aus der er durch die Hilfe des Dr. Nikolai Dahl wieder herausfand. Als Dank widmete Rachmaninow Herrn Dr. Dahl das „2. Klavierkonzert (op. 18)“.

Dieses Konzert gehört zu den Meisterstücken der Romantik, was mir persönlich nie so bewusst war, denn es ist einer meiner absoluten Lieblingskonzerte, vorzugsweise in der Aufführung von Hélène Grimaud. Grimaud sagte in einem Interview mit arte, sie sei „mit der deutschen Romantik großgeworden“; vielleicht liegt es ihr deswegen nahe, die Spielart Rachmaninows aufzugreifen.

Was mir an Grimauds Rachmaninow-Interpretation so gut gefällt, kann ich am besten mit ihren eigenen Worten aus einem Interview mit Peter Schlüer ausdrücken:

In Konzerten gibt es manchmal kurze Momente, in denen sich die Menschen selbst vergessen können, in denen sie zu einer Unmittelbarkeit der Wahrnehmung zurückfinden können, die sie als zivilisierte und kontrollierte Menschen verlernt haben.

 

Viel Spaß bei der unmittelbaren Wahrnehmung und einen schönen Tag!

von Philip Orr

Musiktipp – Johnny Collins – „Leave Her Johnny“

Liebe Leser,

wir möchten euch gerne einen Musiktipp, -clip oder anderes musikalisches Gut vorstellen.

Johnny Collins hieß der Mann, der zusammen mit Jim Mageean 1983 das „Intervision Song Contest“ in Rostock für sich entscheiden konnte. Um gleich nach dem ersten Satz abzuschweifen: wer das „Intervision Song Contest“ noch nicht kennen sollte, darf sich auf eine interessante Lektüre freuen. Es geht aber hauptsächlich um das osteuropäische(ehemals sowjetische) DDR-Pendant zum ESC, und da mein letzter Musikbeitrag schon sehr ausführlich in Richtung ehemaliger Ostblock ging, hört hier auch schon die erste Abschweifung auf.

Zurück zu Johnny Collins, gebürtiger Engländer aus Norfolk. Er war vor allem durch seine Sea Shanties (auch bekannt als Seemanslieder) populär. Sein damaliger Gewinn beruhte darauf, dass er und Jim Mageean im Gegensatz zu sämtlichen anderen Teilnehmern des Contests auf musikalische Begleitung verzichteten – und das Publikum im Refrain mit einbezogen. Seemannslieder eignen sich, wie ich finde, allgemein sehr gut, um das Publikum zum Chor zu machen.

Das altbewährte Lied „Leave Her Johnny“ soll wohl vor allem am Ende einer Schifffahrt gesungen worden sein; mit „Her“ ist hier das Schiff gemeint.

Viel Spaß beim Hören und denkt dran – immer ’ne Hand breit Wasser unter’m Kiel!

von Philip Orr