Ist das schon Zukunft oder doch nicht so weit weg?

Liebe Leserinnen und Leser,

Science Fiction ist dieser Tage in aller Munde: Klimawandel, Künstliche Intelligenz, Crispr-Urteil, autonome Fahrzeuge und Drohnen.

Science Fiction? Ist schon irgendwie zur Gegenwart geworden. Deshalb stellen wir euch heute dieses kleine, aber feine Genre etwas näher vor, mit einem Fokus auf deutschsprachigen Autoren.

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Gewinner DSFP 2018 und Platz 4 beim KLP

 

 

Gerade erst wurde Marc-Uwe Kling als Gewinner des Deutschen  Science Fiction-Preises* bekannt gegeben. Der Autor, der mit seinen Känguru-Chroniken Bekanntheit erlangte, nimmt sich in „Qualityland“ die vollständige Überwachung der Bevölkerung zur Brust. Spätestens, wenn einem die Parallelen zur Debatte um das in China bereits stattfindende Ranking der Bevölkerung auffallen, bleibt einem allerdings das Lachen im Halse stecken.

Der aufwändig gestaltete Roman befindet sich zu recht auf den Bestsellertischen in beiden Büchereien.

Kai Mayer, der mit „Die Krone der Sterne“ einen achtbaren fünften Platz beim Kurd Lasswitz-Preis erreichte, steht im Kaiserhof zur Verfügung, Claudia Kern (Platz 2) mit ihren „Divided States of America“ im Bürgerhaus.

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Dirk van den BOOM vor dem Buch „Bang! – Die ganze Geschichte des Universums“ von Brian May

Dirk van den Boom gewann im Vorjahr mit dem ersten Skiir-Roman den DSFP. Die unterhaltsame Trilogie mit ihren genialen Signaturschildern „Boom“, „Boom“, „Boom“ befindet sich im Bürgerhaus und muss sich inhaltlich nicht vor anglo-amerikanischer Popcorn-SF verstecken.

Wer lieber Kurzgeschichten liest, kann sich „Das Internet der Dinge“ von Uwe Herrmann zu Gemüte führen, die der Autor kostenlos auf seiner Homepage zur Verfügung stellt. Als besonderes Schmankerl gibt es einen animierten Kurzfilm dieser humorvollen Geschichte.

 

Kurzgeschichtenfans finden im Bürgerhaus außerdem „Die steinerne Matratze“ von Margaret Atwood („Der Report der Magd“ wurde gerade als Serie verfilmt.). Allerdings nicht bei der SF, sondern im allgemeinen Roman-Regal.

Wer „Drohnenland“ (Gewinner KLP 2016) von Tom Hillenbrand sucht, wird bei den Thrillern fündig, ebenso die Werke von Schätzing („Der Schwarm“, „Limit“, „Flügelschlag des Schmetterlings“) – bei manchen Romanen gewinnt die Auffindbarkeit zugunsten des eindeutigen Genres. Der neuste Hillenbrand „Hologrammatica“ steht im Bürgerhaus bei SF, bzw. bei den Hörbüchern.

Zum Schluss noch ein wenig Werbung für die Naturwissenschaften. Gerade die moderne SF wäre nicht, was sie ist, ohne die Kenntnisse der Autoren in Physik, Kosmologie, Informationstechnik, Biologie, …

Auch hier findet sich an beiden großen Bibliotheksstandorten eine Auswahl an unterhaltsamen und informativen Publikationen.

Neugierige machen wir außerdem auf unsere Nachbarn im Bürgerhaus aufmerksam, das Planetarium/Stellarium Erkrath.

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Wissen, spannend präsentiert.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern, Entdecken, Staunen, Wundern, entspannt Zurücklehnen, Lachen, Nachdenken – und Lesen!

Per aspera ad astra, wie man in der SF-Szene so schön sagt,

Nadine Boos

*Die zwei wichtigsten deutschsprachigen Auszeichnungen im Bereich Science Fiction sind der Deutsche Science Fiction-Preis (DSFP) und der Kurd Laßwitz-Preis (KLP).

 

Der Phantastikpreis der Stadt Wetzlar und der noch recht junge Seraph der Phantastischen Akademie zeichnen zwar auch Science Fiction aus, schließen aber das komplette phantastische Genre mit ein und sind keine reinen SF-Preise.

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Die Alpakas sind los! – Coding und Making als Werkzeuge moderner Jugendarbeit

Liebe Leserinnen und Leser,

heute nehmen wir euch mit in die Zukunft.

Wie Ihr wisst, sind Bibliotheken längst keine Ort mehr, an denen Informationen nur durch gedruckte Bücher weitergegeben werden. Unter dem Stichwort „Making“ wird Wissen unter Einbeziehung aller Sinne vermittelt – und mit einer gehörigen Portion Lockerheit und Spaß.

Die Kolleginnen fuhren an den Rhein und nahmen in Köln an der Veranstaltung „Coding und Making als Werkzeuge moderner Jugendarbeit“ teil, um in Zukunft selbst Workshops rund um „Coding, Making, Hacking“ durchführen zu können.

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Aber was genau ist eigentlich mit „Coding, Making, Hacking“ gemeint? Und warum sollte man solche Workshops überhaupt mit Kindern und Jugendlichen durchführen?

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Mein 12. Juni in der Stadtbücherei Erkrath – #12von12

Bücher, Bücher, Bücher? Okay, jetzt kommen wirklich einige davon, aber mein Arbeitsalltag hat auch mit anderen Dingen zu tun.

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Vor der Arbeit noch den Kreislauf in Schwung bringen. Heute bin ich mal schneller!

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Ein paar Erdbeeren für die Kollegin, die für mich einen gigantischen Stapel mit Sommerleseclubbüchern bearbeitet!

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Gaaaanz viel Lesestoff für die Teilnehmer des Sommerleseclubs. Leider gehöre ich nicht dazu und darf die erst im Herbst lesen. 😦

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Die Kollegin sucht für den Herbst noch ein Buch für das Vorlesen und Basteln. Klar habe ich einen Vorschlag.

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Bringe mich auf den neusten Stand. Der Kollege hat eine tolle Ausstellung zusammengestellt.

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Und noch ein neuster Stand. Dank der Kollegin bin ich nun in Sachen Tonies voll im Bilde.

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Ein ???-Witzebuch? Und dann auch noch Witze, die ich noch nicht kannte? Leider wieder keine Zeit zum Schmökern.

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Schnell noch die Schlusskontrolle für diesen Bestseller machen und der Praktikantin die Ohren abquasseln. Gleich öffnen wir.

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Puh! Der Regen sorgt für volles Haus, ich schaffe es kaum, mir einen Tee zu machen, geschweige denn, den heiß zu trinken.

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Ein paar mehr Bücher für den Sommerleseclub kann ich irgendwie noch zwischen Anmeldungen und Hilfe am Kopierer bestellen.

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Tasse leer und keine Zeit, sie nachzufüllen. Kurz vor Schluss herrscht noch immer reger Trubel.

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Schöner Tag mit lauter netten Lesern, die sich in der Bibliothek sehr wohl gefühlt haben. Ich schwärme noch immer von den zwei jungen Frauen, die alles nach Rätseln für ihren eigenen Escape-Room abgegrast haben. Aber jetzt ist auch gut. Noch den Kollegen an der S-Bahn absetzen und dann geht es endlich mit einem guten Hörbuch an Bord nach Hause.

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Woche!

Viele Grüße
Eure Nadine Boos

Ihr kennt 12 von 12 noch nicht?

Mein Kollege hat es in seinem ersten Beitrag so erklärt:

Caroline Götze ruft auf ihrem Blog Draußen nur Kännchen immer am zwölften eines Monats dazu auf, 12 Fotos auf dem eigenen Blog zu posten, die den jeweiligen persönlichen Tagesablauf dokumentieren. Warum es grad der 12. sein muss? Ich habe keine Ahnung – aber die Idee ist trotzdem lustig🙂
Auf besagtem Blog können sich dann alle Leute, die dies getan haben, in eine Liste eintragen und ihre Schnappschüsse teilen.

Sag mir, was du liest …… Ein Interview mit uns (13)

Hallo liebe Leser,

jetzt wird’s persönlich. Frei nach dem Motto: Sag mir, was du liest und ich sag dir, wer du bist.
Auf diese Art und Weise möchten wir uns in kurzen Interviews vorstellen. Wir lassen euch wissen, welche Bücher, Filme, Musik oder Spiele unser Leben prägten, uns berührten und begleiteten. Wir freuen uns sehr, dass sich heute unsere neue (alte) Kollegin Nadine in altbewährter Form vorstellen wird 🙂

Liebe Nadine,

welches Buch hat dich als Kind total in seinen Bann gezogen?

Oh, das waren viele … Preußlers Hotzenplotz und die kleinen Hexe,  Colleen von Sigrid Heuck  und natürlich Die unendliche Geschichte.

Welcher Roman fällt dir ein, wenn du an deine Jugendzeit denkst?

„Das Parfum“ und „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Die waren damals in der Bibliothek neu und in einem Regal ausgestellt und wanderten quasi von allein an die Ausleihtheke mit.

Obwohl ich Smilla die eckige Hauptfigur sehr mochte, verspürte ich hinterher keinerlei Bedürfnis, Weiterlesen