Literaturverfilmung: Wunder

Hallo liebe Leser und auch von mir ein Frohes Neues Jahr 2018!

Wie schon im letzten Jahr, stelle ich auch 2018 wieder spannende Literaturverfilmungen vor.
Den Anfang macht heute ein ganz besonderes Kinderbuch und der dazugehörige Film: „Wunder“, der am 25. Januar 2018 in die Kinos kommt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge August „Auggie“ Pullman, der aufgrund eines seltenen Gendefektes mit einem entstellten Gesicht zur Welt kommt. Im Laufe seines jungen Lebens muss Auggie viele Operationen über sich ergehen lassen, die dennoch nichts daran ändern, dass er anders aussieht als andere Kinder.
Nachdem seine Mutter ihn jahrelang zu Hause unterrichtet, entschließen seine Eltern jedoch, Auggie in die weiterführende Schule zu schicken. Die neue Situation verlangt Auggie einiges ab, doch mit Hilfe von Familie und Freunden geht er mutig seinen Weg.

 

Ich hatte bereits das Glück den Film vorab zu sehen und bin begeistert!
Der Film macht keinen Hehl daraus, dass er den Zuschauer bewegen möchte und spart nicht an traurigen und hoffnungsvollen Momenten, die einigen vielleicht zu dick aufgetragen sein mögen. Trotzdem oder gerade dadurch, zaubert Regisseur Stephen Chbosky einen herzerwärmenden Film, dessen Themen Freundschaft, Hoffnung und familiärer Zusammenhalt, sich wie ein roter Faden durch die Handlung ziehen. Während der Vorstellung blieb kaum ein Auge trocken, denn von Story über Regie bis hin zum wundervollen Cast – Auggies Eltern werden von Julia Roberts und Owen Wilson dargestellt – passt hier wirklich alles zusammen.

Wunder_CoverDas Buch, das als Grundlage diente, ist von Kritikern hochgelobt (Gewinner des Jugendliteraturpreises 2014) und seit dem Erscheinen noch immer auf der amerikanischen Bestsellerliste.
Seitdem ich den Film gesehen habe, möchte auch ich mich genauer mit dem Original auseinandersetzen.

Für alle, die ebenso wie ich neugierig geworden sind, haben wir das Hörbuch bei uns im Bestand.

Eure,
Ivy Bekoe

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Bibliotheken in der Welt der Videospiele

Liebe Leser,

heute möchte ich ein ganz spezielles Thema anreißen. Sehr oft wird in der Fachpresse zurecht berichtet, dass Videospiele in Bibliotheken gehören. Dagegen möchte ich aber mal fragen, wie sieht es denn mit Bibliotheken (und Büchern) in den Videospielen aus?

CC0 – Gemeinfrei

Auf Tumblr gibt es einen Blog, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Witzig fand ich dabei die Aussage von einem der Gründer des Blogs, wie es entstand:

„I wonder if anyone else has ever tried to compile a list – with screencaps! – of libraries in video games. It would be a cool Tumblr blog to make, no? 😀

Googling it tends to show up articles about video games in libraries, not the other way around. I did find a comment on Facebook by a Dianna Leighton, who it turns out also Googled it back in 2010:

1. Enter “video games in libraries” in Google…67,200 results
2. Enter “libraries in video games” in Google…6 results
3. Sad face.“

Man hat ja auch nichts anderes erwartet. Und doch gibt es auf diesem Blog eine ziemlich große Zahl an Videospielen, die Bibliotheken beinhalten. Neben den im Blog aufgeführten Beispielen möchte ich noch die Bibliothek der Stadt Cyseal im Spiel „Divinity: Original Sin“ erwähnen. Und zwar hauptsächlich deswegen, weil diese Bibliothek im Bürgerhaus der Stadt („Town Hall“) steht, ganz genau wie wir unseren Haupstandort im Bürgerhaus der Stadt Erkrath haben 😉

Unser Hauptstandort. Sieht ja fast schon nach einer Fantasy-Rollenspiel-Umgebung aus, oder? 😉

Außerdem arbeitet dort eine weibliche Orc (Orc-in?) als Bibliothekarin. In vielen Spielen, in denen man Bibliotheken aufsuchen kann, sind keine Bibliothekare anzutreffen – und wenn doch, sind es meist die klischeebelasteten bebrillten, böse guckenden Damen, die sofort nachtragend werden sobald man einen mucks von sich gibt oder es gar wagt, ein Buch anzufassen. Nicht so bei dieser Orc-Dame. Man kann sogar manche Bücher auf ewig ohne Bibliotheksausweis „ausleihen“, indem man sie einfach einsteckt. Und manchmal ruft diese Dame laut zwischendurch „Wo ist dieses Buch denn hin, verflixt!“ was mich dann wieder sehr an mich selbst auf der Arbeit erinnert 😉

Spiele, die Bücher beinhalten, gibt es natürlich tausendfach. Das Buch eignet sich dabei mal zum Erlernen einer Fähigkeit, mal zum Nachlesen einer tatsächlichen geschriebenen Geschichte. Das wohl beste Beispiel wäre in diesem Fall The Elder Scrolls IV: Oblivion, ein Spiel, welches mehrere hunderte Bücher beinhaltet. Es hat sich sogar ein Oblivion-Fan mal die Mühe gemacht, alle gesammelten Schriften aus Oblivion auszudrucken und zu einem realen Buch mit Cover usw. zusammenzubinden.

Die weiteren Spiele der Elder-Scrolls-Reihe sind übrigens ebenfalls mit Büchern vollgestopft; in The Elder Scrolls V: Skyrim gibt es eine ganze Buchreihe, die von Homers Iliad inspiriert wurden.

Solche Inspirationen lassen sich tatsächlich oft entdecken. Neulich stöberte ich über ein ganz interessantes Spiel namens Librood.

Man spielt als ein junges Mädchen alleine in einem Zimmer und liest passagenweise die im Zimmer befindlichen Bücher – woraufhin das gelesene zu einem echten Gegenstand wird! Fans der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke werden sofort erkennen, dass ihre Bücher Einfluss auf den Spielentwickler ausgeübt haben.

Mir gefällt an diesem Spiel ganz besonders die düstere Atmosphäre.

Welche Spiele kennt Ihr denn, liebe Leser, in denen Bücher oder Bibliotheken vorkommen?

Viel Spaß beim Lesen und beim Zocken wünscht

Philip Orr

 

 

Literaturverfilmung: Mord im Orientexpress

Hallo liebe Leser!

Auch heute gibt es wieder mal einen Tipp zu einer kommenden Literaturverfilmung von mir.

Nachdem 2017 sich bis jetzt als Jahr des Stephen King entpuppt hat (70. Geburtstag und drei filmische Umsetzungen seiner Stoffe), gibt es nun die erste Neuverfilmung eines Buches von der Queen of Crime Agatha Christie!

Am 09.11.2017 erscheint „Mord im Orientexpress“ in den Kinos.
Regie und Hauptrolle übernimmt der versierte Kenneth Branagh (Cinderella) und mit Judi Dench (Victoria & Abdul), Johnny Depp (Pirates of the Caribbean – Salazars Rache), Daisy Ridley (Star Wars – The Force Awakens) und vielen weiteren bekannteren Schauspielern, kann sich auch der Cast sehen lassen.

Die ersten Trailer versprechen eine atmosphärische Umsetzung des spannenden Buches, in dem der brillante Ermittler Hercule Poirot einen scheinbar unlösbaren Mordfall lösen muss, der sich auch noch während einer Zugfahrt ereignet.
Das Buch hat auch nach etlichen Jahren nichts von seiner Cleverness eingebüßt und lässt den Leser bis zum Ende rätseln, wer nun der Täter ist. Hoffentlich kann der Film das einfangen und rundum überzeugen.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den Film und werde ihn mir schnellstmöglich ansehen.

Mord im orientexpress

Buchinhalt:
Nach einigen Mühen hat Hercule Poirot ein Abteil im Kurswagen Istanbul – Calais des Luxuszugs ergattert. Doch auch jetzt ist ihm keine Ruhe vergönnt: Ein amerikanischer Tycoon ist ermordet worden, der ganze Zug voller Verdächtiger. Und der Mörder könnte jederzeit wieder zuschlagen. Eine Aufgabe, wie gemacht für den Meisterdetektiv.

Das Buch zum Film ist bei uns in der Bücherei am Kaiserhof entleihbar.

Eure,
Ivy Bekoe

Was die Reformation mit Bibliotheken zu tun hat

Kleiner Exkurs in die Geschichte der Bibliotheken in Deutschland

Heute vor 500 Jahren veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche. Der Legende nach nagelte er sie an die Tür der Wittenberger Kirche. Doch wie konnten sich die Informationen eines einzigen Blattes Papier (heute würde man sagen: Plakat), innerhalb kurzer Zeit in ganz Deutschland verbreiten? Die Thesen konnten sich nur verbreiten, da kurz vorher der Buchdruck in Deutschland erfunden worden war. So war erstmals die Herstellung und Verteilung von Flugschriften (heute würde man sagen: Flyern) in großer Zahl möglich und die Ideen der Reformation konnten sich schneller verbreiten. Weiterlesen

Eine volle Bibliothek am Tag der Bibliotheken

Liebe Leser,

heute ist der Tag der Bibliotheken. Da sollte ein Blogbeitrag Pflichtprogramm sein. So dachte ich heute morgen. Etliche Stunden und gefühlte 100 Nutzeranfragen später nähert sich der Arbeitstag dem Ende und auf dem Blog ist immer noch nichts zu sehen.

So geht es uns oft. Aber es freut mich, dass gerade heute unsere Stadtbücherei mal wieder „brummt“ 🙂

Auch wenn dies bedeutet, dass ihr heute hier wenig zu Lesen bekommt 😉

Für diejenigen unter euch, die sich fragen: „Was ist denn überhaupt der Tag der Bibliotheken?“ habe ich es zumindest auf die Schnelle noch geschafft, den passenden Link zu hinterlegen und ….. ups, da steht der nächste Nutzer wieder bei mir an der Infotheke. So soll das, oder? – In diesem Sinne könnte jeder Tag ein Tag der Bibliotheken sein! 🙂

Anne Heimansberg-Schmidt