Bundesweiter Vorlesetag – in Erkrath rund ums Jahr mit den Vorlesepaten

Liebe Leserinnen und Leser,

sie stehen für vielfältige Leseerfahrungen in Erkrath: unsere Vorlesepaten

heute begehen wir den bundesweiten Vorlesetag – ein guter Anlass, euch mal die Gruppe der Vorlesepaten vorzustellen, die nicht nur heute, sondern regelmäßig das ganze Jahr über in Erkrather Einrichtungen vorlesen.

Ca. 20 Menschen umfasst dieser Kreis, mit viel Herzblut macht jeder einmal in der Woche ein Vorleseangebot in Kindertagesstätten und Schulen. Nicht immer geht es dabei nur um Geschichten. Auch Bilderbücher werden gerne zusammen angeschaut und es wird viel erzählt.

Je nach Einrichtung ist der Zugang zur deutschen Sprache eine Voraussetzung, die erstmal erarbeitet werden muss. Mit gemeinsamen Bewegungen, Gesten, Liedern erschließen die Vorlesepaten ihrem kleinen Publikum deutsche Wörter und Begriffe. Belohnt Weiterlesen

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Literaturverfilmungen: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Hallo liebe Leser!

Heute gibt es wieder einen Tipp zu einer Literaturverfilmung von mir. So einige werden den folgenden Film schon sehnsüchtig erwarten, aber ich erwähne ihn hier trotzdem.
Ab Donnerstag kommt nämlich der nächste Film aus J.K. Rowlings magischer Zauberer-Welt in die Kinos: „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“.

Zwei Jahre nach dem charmanten „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, folgt nun der zweite Teil in der Reihe von fünf Filmen.

Nach dem Abenteuer aus dem ersten Band müssen sich Zauberer Newt Scamander (Eddie Redmayne) und seine Freunde nun dem bösen Zauberer Grindelwald (Johnny Depp) stellen. Eine größere Rolle Weiterlesen

Interaktiv – Neue Wege der Literaturvermittlung

Liebe Leserinnen und Leser,

also brauchen wir als Bibliothek doch so eine Brille der Zukunft, eine Virtual-Reality-Brille?
In der Zeitschrift „Stern“ habe ich einen spannenden Artikel entdeckt:

In der virtuellen Realität werden Literatur-Klassiker zu einem interaktiven Trip

Literatur von Franz Kafka oder James Joyce kann man lesen oder mit einer Virtual-Reality-Brille neu entdecken. „Die Verwandlung“ spürt man am eigenen Leib, der Wälzer „Ulysees“ amüsiert als gemütliches Game.

Der Amerikaner Mika Johnson , Regisseur und Kafka-Fan, hat aus einem Stück Weltliteratur einen virtuellen Trip in Kafkas Welt erschaffen. „VRwandlung“ heißt Johnsons Kunstprojekt.

Ich habe einmal bei einem Museumsbesuch eine VR-Brille ausprobieren können. Es war sehr ungewohnt, intensiv, fast reizüberflutend und ich hatte Mühe mich zu orientieren. Aber ich bin da ja kein Maßstab. Ich finde es gut, wenn viele Wege zum Werk großer Autoren führen, ob als Buch oder Graphic Novel, Hörbuch oder Film, als Playmobil-Videoclip „Sommers Weltliteratur to go“ und zukünftig auch interaktiv dank Virtual-Reality-Brille.

Wisst Ihr, ob es weitere interaktive Literaturangebote mittels VR-Brille gibt? Noch habe wir in der Stadtbücherei Erkrath keine VR-Brille, die Kollegen in Düsseldorf und Köln aber auch jeden Fall.

Vielleicht ist die interaktive Literaturvermittlung ja bald keine Zukunftsmusik mehr. 😉

Viele Grüße
Eure Beate Sleegers

Weiterführende Links:

Rückblick in Bildern – Oktober 2018

Liebe Leser,

es ist wieder soweit für unseren kleinen Foto-Rückblick, mit dem wir euch zeigen wollen, was bei uns in letzter Zeit so passiert ist. Im Oktober haben wir…

  • uns um eine arme Kasperletheater-Puppe gekümmert, die zuvor Kopf und Kragen riskiert hatte 😉
  • darüber gestaunt, dass ein Verlag (der eigentlich Covermäßig eher für schlichte Eleganz steht) plötzlich den Farbeimer entdeckt hat,
  • mehr über unsere neue Auszubildende (und vor allem über ihre Lesegewohnheiten) erfahren,
  • wieder mal festgestellt, dass alles (Bücher-)Einstellungssache ist 😉
  • ein geheimes Manuskript zu einem neuen „Hexe Lilli“-Band aufgetan,
  • uns gefreut, dass wir jetzt ein professionelles Roll-Up unser Eigen nennen dürfen 🙂
  • euch einige Jugendbuch-Preisträger vorgestellt,
  • ein schönes Lesezeichen mit einer absolut wahren Aussage gefunden,
  • den neunten und zehnten Schritt unserer zwölfmonatigen Blogreihe absolviert,
  • bei Facebook plötzlich (Nominierungsbedingt!) alles nur noch schwarz-weiß gesehen,
  • ein geliefertes Buch entdeckt, das vor allem für uns selber genau richtig kommt 😉
  • jede Menge neue Hörbücher für euch organisiert,
  • zum Kaffee genüsslich ein leckeres Urlaubsmitbringsel einer freundlichen Leserin verzehrt,
  • wieder mal eine interessante Ausstellung bei uns beheimaten dürfen,
  • darüber geschmunzelt, dass bei schönem Wetter die begehrten Plätze auf unserem Lesebalkon jetzt schon Tourimäßig reserviert werden 😀
  • ein Buch eingearbeitet, über dessen feste Bindung keinerlei Zweifel bestehen kann 😉
  • auf unserem „Zu Verschenken“-Tisch einen lustigen wie nützlichen Gegenstand vorgefunden,
  • ein äußerst starkes Argument für das Aussondern eines doch leicht in die Jahre gekommenen Titels entdeckt (Stichwort DIDDL!) 😀
  • ein Buch über ökologisch richtiges Handeln bewundert, das konsequenterweise auch auf höchstem ökologischem Niveau gedruckt wurde,
  • euch vor einer möglichen Cover-Verwechslungsgefahr gewarnt,

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Arne Dahl und die Bienen

Liebe Leser,

Arne Dahl zu Gast in Erkrath (v. l. Sara Willwerth von der Buchhandlung Weber, Arne Dahl, Anne Heimansberg-Schmidt von der Stadtbücherei Erkrath)

manchmal finde ich es sehr spannend, einen guten Krimi zu lesen. Manchmal ist es aber mindestens genauso spannend, etwas über die Entstehung einzelner Szenen in diesem Krimi zu erfahren.

Dazu hatte ich – neben ca 180 anderen Krimifans-  kürzlich die Gelegenheit. „Die große Stadtlesung“, so nennt sich eine Initiative unserer örtlichen Buchhandlung Weber. Namhafte Autoren, gerne auch aus dem Ausland, kommen nach Erkrath und die Buchhandlung, Stadtbücherei und örtliche Schulen kooperieren, damit es ein toller Abend wird. Nach Deon Meyer in 2017 war es diesmal gelungen, Arne Dahl aus Schweden nach Erkrath einzuladen. Er kam in Begleitung eines Moderators – und das war gut so, denn so entwickelte sich vor dem Publikum ein interessantes Gespräch über das Schreiben im Allgemeinen und die Erstellung einzelner Szenen im Besonderen.

Ein Mensch, über und über von Bienen attakiert, rennt verzweifelt aus dem Haus und stürzt in den Tod. Mord! – Woher nimmt der Autor die Ideen zu solchen Szenarien? Nach eigener Aussage war Dahl fasziniert von einem Youtubevideo, welches (ohne jeden Mordgedanken) einen Menschen zeigte, der sich freiwillig von Bienen „besiedeln“ ließ. Die Kunst bestand dann eben darin, diese Szene vor dem  geistigen Auge zu bewahren und mit einem völlig neuen inhaltlichen Zusammenhang auszustatten.

So erfuhr man im Laufe des Abends viele interessante Begebenheiten rund um Dahls neuestes Werk „Fünf plus Drei„, welches den Abschluss einer Trilogie darstellt. Und natürlich wurde auch vorgelesen: einzelne Seiten auf Schwedisch – um einfach den schönen fremden Klang dieser Sprache zu genießen, aber zum Glück auch spannende Stellen auf Deutsch – und die machten Appetit auf mehr!

Nun lese ich mich durch die Trilogie und hoffe auf eine weitere interessante „große Stadtlesung“ in 2019.

Anne Heimansberg-Schmidt

Zwölf Monate – unser Weg in die Bücherei (10)

Liebe Leser,

herbstlich (ähm herzlich 😉 ) willkommen zum sage und schreibe zehnten Teil unserer „Zwölf-Monate-ein-Motiv“-Blogreihe, die auf Zeilenendes Sammelsurium zurückgeht. Im vorigen Beitrag war ich vor lauter Wetterveränderungen ja gar nicht mehr hinterhergekommen – von strahlend blauem Himmel über leichte Bewölkung bis hin zu heftigen Schauern war beim Schreiben damals alles dabei gewesen. Diesmal gestaltet sich das Ganze etwas einfacher: Morgens, als ich das Foto vom üblichen Standort aus geschossen hatte, grau. Mittags grau. Und jetzt, während ich diese Zeilen verfasse… Na? Grau natürlich 😉

Aber ich will ja nicht meckern (das habe ich während dieser Reihe schließlich auch schon zur Genüge getan 😀 ). Immerhin sitze ich aktuell im traditionell sehr warmen Büro – was im Sommer manchmal recht anstrengend ist, jetzt aber keineswegs verkehrt -, trinke meinen belebenden Kaffee und darf jede Menge neue Romane einarbeiten. Herrlich! Wenn die Heizung hier nicht eh schon ordentlich bollern würde, würde es mir spätestens jetzt warm ums Herz 😉

So, hier aber mal das obligatorische Bild für diesen Monat:

Was soll man sagen? Grau halt! Aber während ich dort an meinen Lieblingsbaum geschmiegt stand und die Kamera gezückt hatte, tat sich doch noch etwas Überraschendes:

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Besuch der Frankfurter Buchmesse 2018

Hallo liebe Leser!

Dieses Jahr war für mich das erste Mal, dass ich die Frankfurter Buchmesse besucht habe. Noch dazu als Azubi an einem Fachbesuchertag (Mittwoch)! Die Fahrt wurde von der Berufsschule aus organisiert, und der Besuch war auf ein paar Stunden begrenzt. Aufgrund der überwältigenden Fülle an Verlagen und Büchern mussten wir uns daher aufteilen und uns die Gebiete herauspicken, die uns am meisten interessieren. Ich konzentrierte mich daher mit einer Handvoll Mitschülern auf fremdsprachige Literatur, Fantasy, Kinder- und Jugendliteratur und Mangas. Letzteres Genre war leider sehr mau vertreten, da die extra Halle nur Samstag und Sonntag geöffnet hatte, aber größere Allround-Verlage wie Carlsen und Egmont haben uns da ein wenig aushelfen können.

Sehr interessant fand ich die Halle der internationalen Verlage. Die meisten Bücher waren natürlich auf ihrer Originalsprache vorhanden, hier und da mit kleinen Übersetzungen ins Englische versehen, und auch die Vorträge, die wir in dieser Halle mitbekommen haben, wurden in der jeweiligen Landessprache vorgetragen und durch einen Dolmetscher zeitgleich übersetzt. Einen Großteil machte natürlich die englischsprachige Literatur aus, aber es waren sehr, sehr viele Länder vertreten, wie natürlich auch Georgien, welches dieses Jahr Ehrengast war. Viele Autoren in mehreren Bereichen kamen nach Frankfurt, um Ihre Bücher vorzustellen, und sogar das Restaurant bot georgische Gerichte an.

Auch asiatische Länder stellten ihre Verlage vor – da war ich bei den japanischen wie Kodansha, Bungeishunju und Poplar Publishing natürlich hin und weg. Besonders aufgefallen sind mir die unglaublich niedlichen Kinderbücher. Auch Mangas waren hier und da vertreten, da sie in Japan ja auch jegliche Altersklassen abdecken und viel Anklang finden. Ein Buch hatte es mir besonders angetan – eine Sammlung an Geschichten und Kurzcomics über einen Rentner und seine Katzen. Nicht nur an diesen Ständen hätte ich gerne eingekauft und mir Lesematerial mitgenommen, aber das ist an den Fachbesuchertagen leider nicht möglich.

Ich würde auf jeden Fall gerne wieder hin fahren – nächstes Mal aber trotz der erwarteten Menschenmassen lieber am Wochenende 😉

Liebe Grüße,
Stefanie Schmitz