Woher kommt „blau machen“ und „blau sein“? – Rätselhafte Redensarten II

Liebe Leser,

ist es Euch heute nach Blaumachen? 😉
Wenn Ihr wissen möchtet, was es mit dieser Redensart auf sich hat, empfehle ich den Blogbeitrag von Suschna. Überhaupt lohnt es sich, den Blog zu besuchen. Hier gibt es immer wieder sehr Interessantes rund ums Textile zu entdecken.

Viele Grüße
Eure Beate Sleegers

Textile Geschichten

Gerade ist die Berliner Polizei in den Schlagzeilen, weil sie ein bisschen zu viel gefeiert hat.

Als Strafe wurden die Hundertschaften vor ihrem Einsatz beim G20-Gipfel in Hamburg wieder zurück nach Berlin geschickt. Manche mutmaßten, sie wollten „blaumachen“.

Blau machen, blau sein – wieso sagt man das?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Ausdruck hat nichts mit Blaufärben zu tun, auch wenn das oft erzählt wird. Blau machen hängt wahrscheinlich mit dem blauen Montag zusammen, der ganz früher zunächst ›guter Montag‹ hieß. Dieser gute Montag ist schon seit dem 14. Jahrhundert als freier Tag für die Handwerksgesellen belegt, später wird er dann auch blauer Montag genannt. Ein Handwerker durfte vier blaue, also freie Montage im Jahr haben – einen je Quartal (die waren übrigens hart erkämpft). Zum Hintergrund habe ich in „Am Rockzipfel“ geschrieben:

Warum dieser Montag blau genannt wurde, ist nicht ganz geklärt. Vielleicht spielen die…

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Bald rummelt es wieder: Von Büchern, Autoren und erlebten Geschichten (2)

Liebe Leser,

jedes Jahr wird am 20. September in Deutschland der Weltkindertag gefeiert. Und jedes Jahr um diese Zeit rummelt es in der Bücherei, weil dann Tag für Tag Schulklassen und Kindergartengruppen bei uns zu Besuch sind. Bei unserem Bücherrummel gibt es Geschichten mal auf andere Art: die Autoren lesen sie selbst vor oder sie werden von Puppenspielern sogar vorgespielt. Hier möchte ich euch berichten, wer in diesem Jahr unsere Gäste sein werden. Im zweiten Teil meiner kleinen Bücherrummel-Serie stelle ich euch die Autoren vor, die wir für die Klassenstufen 1 und 2 eingeladen haben. Weiterlesen

Hörbuchtipp- Harry Rowohlt erzählt sein Leben von der Wiege bis zur Biege

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch einen Hörbuch vorstellen.

Harry Rowohlt war der Mensch, den ich am liebsten zitiere. Normalerweise zitiere ich in Gesprächen gar nicht, weil es mir immer wie eine Wiederholung des bereits gesagtem vorkommt. Aber hin und wieder kann ich mir ein „Das Publikum hat ein Anrecht darauf mitzuerleben, wie der Referent sich zugrunde richtet“ oder ähnliches nicht verbieten!

Wenn Ihr Herrn Rowohlt kennt, dann vermutlich als die tiefe Brummstimme, die unter anderem „Pu der Bär“ in der Hörausgabe gesprochen hat.

 

Haben wir selbstverständlich auch im Bestand 😉

 

Und wie es einer solchen tiefen Brummstimme gebührt, hat Harry Rowohlt seine Autobiographie selber gesprochen. Es trägt den Titel „Harry Rowohlt erzählt sein Leben von der Wiege bis zur Biege“ und ist als Hörbuch auf 4 CDs erschienen.

 

Wirkt so, als würde er auf die Titelaufnahme im Katalog gucken 🙂

 

Neben allerhand Geschichten menschlicher Nähe hat Harry Rowohlt glücklicherweise auch bei dieser Hörausgabe die Befähigung, lange und sehr witzige Abschweifungen in seiner Erzählung einzubauen. Diese Fähigkeit hatte er immer wieder auf der Bühne eingesetzt, als er Lesungen gab, wodurch die ein oder andere Lesung mal bis zu 6 Stunden gehen konnte.

Ich wäre liebend gerne mal bei einem solchen „Schausaufen mit Betonung“ dabei gewesen, habe aber leider erst nach 2015 – und damit nach seinem Tod – Harry Rowohlt als Autor und Kolumnist kennen und schätzen gelernt.

Alle diejenigen, die gerne über alte Zeiten nachsinnieren, eine gewisse Liebe zur Stadt Hamburg pflegen oder einfach nur auf der Suche nach frechen, lustigen Geschichten in tiefster Bärenstimme sind, lege ich dieses Werk (und alle weiteren Veröffentlichungen des Autors) wärmstens ans Herz.

Viel Spaß beim Hören wünscht

Philip Orr

Bald rummelt es wieder: Von Büchern, Autoren und erlebten Geschichten (1)

Liebe Leser,

jedes Jahr wird am 20. September in Deutschland der Weltkindertag gefeiert. Und jedes Jahr um diese Zeit rummelt es in der Bücherei, weil dann Tag für Tag Schulklassen und Kindergartengruppen bei uns zu Besuch sind. Bei unserem Bücherrummel gibt es Geschichten mal auf andere Art: die Autoren lesen sie selbst vor oder sie werden von Puppenspielern sogar vorgespielt. Hier möchte ich euch berichten, wer in diesem Jahr unsere Gäste sein werden. Weiterlesen

Der Weg eines Buches in die Bücherei

Habt ihr euch schon mal gefragt, was Bibliotheksmitarbeiter eigentlich den ganzen Tag so machen? Deshalb möchte ich euch heute einen Teil aus unserem Arbeitsalltag vorstellen: Wie kommt ein neues Buch in die Bücherei?

Als erstes müssen natürlich die Werke ausgewählt werden. Dazu bekommen wir wöchentlich Kurzrezensionen von Neuerscheinungen von einem Bibliotheks-Informationsdienst zugeschickt. Jeder Titel ist auf einem eigenen kleinen Zettel. So sehen sie aus:

Buchrezensionen. B und K bedeuten, ob das Buch in die Bücherei im Kaiserhof, oder in die Bücherei im Bürgerhaus soll.

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