Was würde Kästner heute sagen?

Liebe Leser,

meine Kolleginnen waren ganz ergriffen von der Resonanz auf unsere Aktion „Bücher aus dem Feuer“. Weiterlesen

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Gegen das Vergessen – 10. Mai

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”

Liebe Leser,

heute ist der 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis. In den letzten Tagen ehrten wir täglich mit einem Zitat Autoren, deren Bücher den Flammen zum Opfer gefallen sind. 

Heute: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.” Von Heinrich Heine. Aus „Almansor“ von 1823.(Quelle, 03.05.2013)

Über 100 Jahre später, nur 100 Tage (!) nach Hitlers Machtergreifung, brannten auf Scheiterhaufen fast aller deutschen Universitätsstädte die Bücher politisch und rassistisch unerwünschter Schriftsteller und Wissenschaftler.

An diese menschenunwürdige Tat erinnern wir heute. Um 11:00 Uhr startet auf dem Hochdahler Markt unsere  Aktion „Bücher aus dem Feuer“.

Gegen das Vergessen – 9. Mai

„Die Deutschen haben die Manie, sämtliche Völker erlösen zu wollen. Parzival mit dem Maschinengewehr. Man fragt sich nur, wieso Goethe in diesem Lande existieren konnte.“

Liebe Leser,

bis zum 10. Mai, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis, möchten wir jeden Tag einen Text aus verbrannten Büchern zitieren. Wir machen mit bei der Aktion „Bücher aus dem Feuer“.

Heute: „Die Deutschen haben die Manie, sämtliche Völker erlösen zu wollen. Parzival mit dem Maschinengewehr. Man fragt sich nur, wieso Goethe in diesem Lande existieren konnte.“ von Walter Hasenclever. Aus „Die Rechtlosen“ (Quelle, 03.05.2013).

Zum Glück können wir auch anders!

Gegen das Vergessen – 8. Mai

„Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.“

Liebe Leser,

bis zum 10. Mai, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis, möchten wir jeden Tag einen Text aus verbrannten Büchern zitieren. Wir machen mit bei der Aktion „Bücher aus dem Feuer“.

Heute: „Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.“ von Rosa Luxemburg. Aus „Zur russischen Revolution“ (Quelle, 03.05.2013)

Vor 25 Jahren, am 17. Januar 1988, wurde dieser Satz von Rosa Luxemburg auf Transparenten durch Ost-Berlin getragen. Unfassbar, was für eine Macht von diesen Worten ausging. Noch wurden über 100 Demonstranten festgenommen. Aber die friedliche Revolution warf bereits ihre Schatten voraus. Wer mehr über die Demo wissen möchte, dem empfehle ich die Seite vom BStU.

Gegen das Vergessen – 7. Mai

„Erst das Lazarett zeigt, was Krieg ist.“

Liebe Leser,

bis zum 10. Mai, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis, möchten wir jeden Tag einen Text aus verbrannten Büchern zitieren. Wir machen mit bei der Aktion „Bücher aus dem Feuer“.

Heute: „“Erst das Lazarett zeigt, was Krieg ist.“ von Erich Maria Remarque. Aus “ Im Westen nichts Neues“ (Quelle, 03.05.2013)

Schriftsteller Erich Maria Remarque, dessen Film in Berlin zu grossen Unruhen führte, während einer Erholung in Davos/Schweiz

Schriftsteller Erich Maria Remarque, dessen Film in Berlin zu grossen Unruhen führte, während einer Erholung in Davos/Schweiz

Mir sind die Romane von Remarque aufrüttelnd in Erinnerung geblieben. Ich habe sie gelesen, als Ost und West am Aufrüsten waren, dass uns himmelangst wurde.

Gegen das Vergessen – 6. Mai

„Es ist nichts so schwer, wie mit einem Menschen in ein Schicksal verflochten zu sein, den man nicht genügend liebt!“

Liebe Leser,

bis zum 10. Mai, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis, möchten wir jeden Tag einen Text aus verbrannten Büchern zitieren. Wir machen mit bei der Aktion „Bücher aus dem Feuer“.

Heute: „Es ist nichts so schwer, wie mit einem Menschen in ein Schicksal verflochten zu sein, den man nicht genügend liebt!“ von Robert Musil. Aus “ Der Mann ohne Eigenschaften“ (Quelle, 03.05.2013)

Dieses Gefühl kennt wohl jeder von uns. Aber genau das zeichnet unser menschlich sein aus, dass wir uns arrangieren, respektieren und tolerieren, wenn die Liebe alleine nicht trägt.

Gegen das Vergessen – 5. Mai

„Ich liebe mein Vaterland nicht, weil es mein Vaterland ist, sondern weil ich es schön finde. Ich habe Heimatgefühl, aber keinen Patriotismus.“

Liebe Leser,

bis zum 10. Mai, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis, möchten wir jeden Tag einen Text aus verbrannten Büchern zitieren. Wir machen mit bei der Aktion „Bücher aus dem Feuer“.

Heute: „Ich liebe mein Vaterland nicht, weil es mein Vaterland ist, sondern weil ich es schön finde. Ich habe Heimatgefühl, aber keinen Patriotismus.“ von Arthur Schnitzerl  (Quelle, 29.04.2013). Alle seine Werke, außer „Der Weg ins Freie“, wurden verbrannt.

Wer von Arthur Schnitzler selbst noch nichts gelesen hat, kennt aber vielleicht den ein oder anderen Film, denn Schnitzlers Werk diente als Vorlage für zahlreiche Kino- und Fernsehfilme, zum Beispiel Eyes Wide Shut (1999, Regie: Stanley Kubrick, nach der Traumnovelle).