Musiktipp 69

Liebe Leser,

wir möchten euch gerne ein Musiktipp, -clip oder anderes musikalisches Gut vorstellen.

„Labcabincalifornia“ ist das zweite Album der Hiphop-Gruppe The Pharcyde, die im Underground West Coast Hiphop der frühen 90er einflussreich waren. Wie viele andere Künstler derselben Szene – Del the funky homosapien zum Beispiel – traten The Pharcyde beim Open Mic Night des Project Blowed auf, das allerdings damals noch das Good Life Café hieß.

The Pharcyde hatten immer einen ganz besonderen Stil, was vielleicht mit der Herkunft der Bandmitglieder zusammenhängt. In einem Interview erzählten die Gründer der Gruppe, Bootie Brown und Imani, von der Tanzszene während ihrer Jugend. Unter anderen interessanten Beobachtungen gibt es eine, die den deutschen Punk-Fans vielleicht ins Auge stechen wird: damals trug man als Hiphop-Tänzer auf der Westküste Creepers oder Docs, beides Schuhmarken, die in der heutigen deutschen Punkszene beliebt sind.

Das Album „Labcabincalifornia“ bekam keine große Aufmerksamkeit seitens der Presse, die Verkaufszahlen waren verglichen mit dem ersten Album („Bizarre Ride II the Pharcyde“) auch eher spärlich. Nichtsdestotrotz hat „Labcabincalifornia“ viel zu bieten. Die Singles „Drop“ und „Runnin'“ verkörpern vielleicht am besten auf diesem Album die damalige Szene; das Musikvideo zu „Drop“ wurde übrigens von Spike Jonze gedreht, den man auch von den Musikvideos der Beastie Boys und Fatboy Slim kennt.

Viel Spaß beim Hören und ein schönes Wochenende!

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Musiktipp 67

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Und da mein Kollege, der eigentlich immer diese Rubrik mit Leben füllt, momentan in seinem wohlverdienten Urlaub weilt, müsst ihr heute ausnahmsweise mit mir vorlieb nehmen. 🙂

The Common Linnets, bestehend aus den Sängern Ilse DeLange und Waylon, traten beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Kopenhagen mit dem Titel „Calm After the Storm“ auf, belegten Platz zwei und lieferten damit das beste Ergebnis seit 1975 ab.

Der Song, obwohl sehr melancholisch, eignet sich sehr gut, um an einem schönen Sommertag mit offenen Fenstern (ein Cabrio ist hierbei natürlich von Vorteil), wehenden Haaren und ganz viel guter Sommerlaune durch wogende Landschaften zu cruisen. Hab’s selbst ausprobiert. Funktioniert wirklich. Glaubt ihr nicht? Dann erst hier reinhören. Gefällt? Gut, dann bei uns ausleihen und selber ausprobieren! 😉

Viel Spaß beim Hören, Cruisen und ein schönes Sommersonnenwochenende!

Musiktipp 66

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Es ist das Lied, durch dass man ihn kennt – und es ist schon 20 Jahre alt. Wenn man einen Menschen mit dem Begriff „Katzenklo“ assoziiert, dann ist das Helge Schneider. Und doch war ihm das Lied „Katzeklo“ nicht immer angenehm – in einem Interview mit dem Musikmagazin Noisey erklärte der Musiker, dass es auch unangenehm sein kann, wenn große Teile des Publikums nur wegen einem bekannten Hit-song da sind.

Milky Chance, ein seit 2013 bekanntes Künstlerduo aus Kassel, finden diese Situation vermutlich nicht so unangenehm. Ihr Song „Stolen Dance“ flog zwar auf sämtlichen europäischen Charts auf der ersten Position, nachdem das Duo mit der Youtube-Video zum Lied großen Erfolg feiern durften, aber es war auch das Debütlied der beiden Künstler. Während also Helge Schneider sich damals aufgeregt hat, dass sein Publikum die Lieder, die er vor „Katzeklo“ schrieb, nicht kennt, befinden sich Milky Chance in der selben Situation und nützen diese aus, um weitere gute Lieder vorzustellen.

Man muss allerdings bei diesem Vergleich darauf hinweisen, dass Helge Schneider auch vor „Katzeklo“ großes musikalisches Talent besaß und auch gute Lieder hatte. Milky Chance dagegen haben erst jetzt die Möglichkeit, so richtig loszulegen. Und das Zeug dazu haben sie auf jeden Fall.

Viel Spaß beim Hören und einen schönen Tag!

Musiktipp 65

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Hip-Hop meets Reggae – das kennt man ja, beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen Nas und Damien Marley auf dem Album „Distant Relatives“ oder die noch gar nicht so alte deutsche Big-Band Mighty Mammut Movement. Man erwartet allerdings eine solche Kollaboration nicht unbedingt aus dem skandinavischen Raum – und doch beweisen die Movits! uns das Gegenteil. Die schwedische Band setzt sich aus den Brüdern Johan und Anders Rensfeldt und dem Saxofonisten Joakim Nilsson zusammen.

Carl Michael Bellmann, einer der bekanntesten schwedischen Dichter, diente der Band als Inspiration für ihren Namen – in seinem Hauptwerk „Fredmans epistlar“ kommt ein Charakter namens Fader Movitz vor. Ich lernte die Band auf dem Essen-Werdener Pfingst Open Air kennen und war direkt begeistert und tanzbereit. „Diesen Song kann jeder mitsingen“, so oder so ähnlich lautete die Ansage des Sängers Johan Rensfeldt zum Song „Na Na Nah!“. Und er hatte recht, der Refrain ist wirklich einfach, selbst wenn man kein Wort Schwedisch kann!

Viel Spaß beim Hören und einen schönen Tag!

Musiktipp 64

Liebe Leser,

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In Flames ist einer der vier größten und prägendsten Melodic-Death-Metal-Bands der Göteborger Schule (neben Soilwork, Dark Tranquillity und At The Gates). Ihr Stil hat sich seit der Gründung 1990 mehrmals verändert. Mit den Jahren kamen viele moderne Elemente in den Songs von In Flames vor, 2002 veröffentlichte die Band das Album „Reroute to Remain“- ein Album, in der das Sound weicher wurde. Es kamen Elemente des Progressive-Metals und des Nu-Metals dazu, eine Verwandlung, mit der viele Fans der Band nicht einverstanden waren. Trotzdem wuchs der Erfolg der Band.

Bis 2014 hat die Band 10 Alben veröffentlicht, mehr als 2 millionen Alben verkauft und zahlreiche Awards gewonnen – darunter auch vier „Grammis„, die schwedische Version der Grammys.

Viel Spaß beim Hören und ein schönes Wochenende!