Digitaler Lesespaß mit LeYo! : für euch getestet

Liebe Leser,

wieder einmal habe ich eine neue Lieferung Kinderbücher mit Spannung erwartet:  Nicht ganz so spektakulär wie meine letzte Buch-plus-App-Empfehlung, dafür aber mit gleich neun Titeln am Start, legt der Carlsen Verlag jetzt mit der Kinderbuch-Reihe „Leyo!“ seine „Multimedia-Bibliothek für Kinder“ vor.

eine Auswahl der Leyo!- Titel, die wir für euch jetzt zur Ausleihe anbieten

eine Auswahl der Leyo!- Titel, die wir für euch jetzt zur Ausleihe anbieten

Das Prinzip ist dasselbe: Ein „normales“ Kinderbuch erfährt neue Dimensionen durch die dazu passende App. Wie funktioniert das? Ich teste es jetzt mal für euch! – Zunächst sollte aber vielleicht gesagt werden, dass jedes Buch aus der Reihe auch ohne den Einsatz der App ein vollständiges herkömmliches Kinder- (Sach-) buch darstellt. Kombiniert man es aber mit einem Smartphone oder Tablet, auf dem die App installiert ist, geht der Spaß erst richtig los:

Jetzt aber mal Schritt für Schritt: Zuerst lade ich mir die kostenlose LeYo!-App auf mein Smartphone (an dieser Stelle könnt ihr natürlich auch immer das Wort Tablet einsetzen). Wenn ich die App einmal auf dem Gerät installiert habe, kann ich aus allen verfügbaren Titeln den auswählen, zu dem ich das Buch vorliegen habe. Die Software zu dem Buch wird dann auf mein Smartphone geladen.

Auf der Rückseite der Bücher findet ihr eine erste Erklärung des Leyo!-Konzeptes

Auf der Rückseite der Bücher findet ihr eine erste Erklärung des Leyo!-Konzeptes

Nun schlage ich eine Seite im Buch auf und halte mein Gerät darüber. Jetzt wird es aber turbulent!

Inhalte können auf mehreren Ebenen erschlossen werden

Neben dem gedruckten Text und den Bildern entfaltet das Buch nun noch einige Dimensionen mehr! Dazu halte ich das Smartphone dicht über das aufgeschlagene Buch. Für meinen Test nehme ich mir jetzt mal die Geschichte „Conni im Kindergarten“ vor. Die Seite „Willkommen im Kindergarten“ zeigt die Eingangssituation des Kindergartens.

diese Seite aus dem Leyo!-Titel "Conni im Kindergarten" teste ich hier für euch

diese Seite aus dem Leyo!-Titel „Conni im Kindergarten“ teste ich hier für euch

Auf meinem Bildschirm sehe ich das aufgeschlagene Buch wie durch eine Kamera. In der Mitte meines Bildschirmes ist ein kleiner grüner Punkt. Mit ihm kann ich einzelne Stellen auf der Buchseite „ins Visier nehmen“. Es gibt aber auch noch drei Symbole auf dem Bildschirm: Auge, Ohr und Hand. Wenn ich nun das Auge antippe, erhalte ich den „Durchblick“: Die weiße Tür auf dem Bild des Buches öffnet sich, sobald ich sie anvisiere und ich kann sehen, wer dahinter ist. Richte ich den Visierpunkt auf die gemalten Garderobensymbole, erklärt mir zu jedem Symbol ein Kind, warum es diesen Haken gewählt hat. Ich tippe jetzt mal auf das Ohr und visiere den Text an: Der Text wird vorgelesen. Richte ich den grünen Punkt auf Conni oder ihre Mama, so fangen sie an zu erzählen. Tippe ich nun auf die Hand, so kann ich z.B. den Teddy lebendig werden lassen.

Mit der "Durchblick"-Funktion kann ich auch hinter Türen schauen, die im Buch geschlossen sind

Mit der „Durchblick“-Funktion kann ich auch hinter Türen schauen, die im Buch geschlossen sind

Die App sorgt für Mehrwert

Mein Fazit: Die App gibt dem Buch einen spielerischen Mehrwert. Sie führt die Idee der Software-Erweiterung eines Buches, wie wir sie von den Tiptoi– und Ting-Büchern in der auditiven Dimension kennen, konsequent weiter. Sie erzeugt eine virtuelle Realität auf der Realität des Buchinhaltes, auch „Augmented Reality“ genannt. Die Reihe spricht dieselbe Altersgruppe an: Wie bei den Tiptoi- und Ting-Büchern werden drei- bis achtjährige an den verschiedenen Titeln ihre Freude haben. In ihrem Anwendungsspektrum ist die Leyo!-App auf den ersten Blick differenzierter und ausgefeilter als die Kosmos-App, die sich eher an Grundschüler richtet. Allerdings bleibt sie in enger Verbindung mit der Buchseite, während die Kosmos-App den Dinosaurier auf dem Bildschirm hält, auch wenn das dazugehörige Buch nicht mehr anvisiert wird, was dazu führt, dass man ihn auch über den Schreibtisch laufen lassen kann. Trotz dieser Unterschiede ist auch die LeYo!-Bibliothek ein neues „Wunderwerk“ auf dem Kinderbuchmarkt und ihr solltet die Gelegenheit nutzen und die einzelnen Titel bei uns ausleihen, um sie selbst auszuprobieren!

Dabei wünsche ich euch und euren Kindern viel Spaß 🙂

Anne Heimansberg-Schmidt

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3 Kommentare zu “Digitaler Lesespaß mit LeYo! : für euch getestet

  1. Eine tolle Sache, die den Lesespaß für kleine und große Leser, bzw. Vorleser, sicher um so einiges vervielfacht. Leider habe ich schon alle Weihnachtsgeschenke für die Enkel beisammen, aber die Geburtstage sind so weit auch nicht mehr entfernt. Danke für die Vorstellung. Das war in DER Form für mich noch Neuland.
    Liebe Grüße von der Silberdistel, die allen Bibliotheksmitarbeitern an dieser Stelle auch gleich ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest wünscht. Bei uns wird sicher während der Weihnachtstage auch viel gelesen und vorgelesen werden, denn ein Weihnachten ohne Buchgeschenk (in welcher Form auch immer) wäre für uns kein Weihnachten 🙂

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  2. Pingback: Schritt für Schritt zum Superbuch | Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

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