Nicht dramatisch aber doch traurig

Liebe Leser,

nicht nur das Jahr geht zu Ende, das ist auch nicht so dramatisch… es kommt ja ein Neues 😉 … aber, nicht dramatisch und doch traurig ist der Abschied von einer lieben Kollegin.

Ja, stimmt, das ist sehr egoistisch von mir, denn die liebe Kollegin hat sich den Ruhestand redlich verdient. Seit 19 Jahren arbeitet sie nun schon in unserer Bücherei im Bürgerhaus. Damals wurden Helfer gesucht, die unseren Bestand an Büchern, Filmen, CDs, Spielen und Kassetten erstmalig mittels einer Bibliothekssoftware katalogisieren sollten. So fing alles an. Terese arbeitete fortan bei uns im Servicebereich, kümmerte sich um die Ordnung in den Regalen, arbeitete Medien ausleihfertig ein, übernahm sehr erfolgreich das Lektorat für die Koch- und Backbücher, koordinierte die Buchgeschenke und den Büchertrödel und konnte wie keine andere Bücher reparieren.

Das ist alles ersetzbar auf die ein oder andere Weise, aber nicht ersetzbar ist Tereses ausgeglichenes Wesen, ihre ruhige, überaus höfliche und fröhliche Art. Wir schätzen ihre Hilfsbereitschaft und Kollegialität. Ich persönlich werde in ihr auch die „Verbündete“ vermissen, haben wir doch eine ähnliche Sozialisation. Terese ist in Polen und ich bin in der DDR erwachsen geworden. Wir hatten den selben Fahnenapell in der Schule, das gleiche Wirtschaftssystem. Als noch unsere Helferin Lidia aus der Ukraine bei uns war, mussten wir so manches mal darüber lachen, wie gleichgeschaltet unser Aufwachsen im Sozialismus doch war, obwohl wir aus verschiedenen Ländern kamen: Seid bereit! – Immer bereit! gab es überall 😉

Unsere Kunden kamen gerne zu Terese. Sie konnte gute Büchertipps geben, unsere polnischen Leser in ihrer Muttersprache beraten, und auch ihre Russischkenntnisse halfen uns so manches mal weiter. Es konnte noch so trubelich an der Verbuchungstheke zugehen, Terese behielt einen klaren Kopf und reagierte ruhig und freundlich. Sie kennt viele Büchereibesucher seit sooo vielen Jahren und könnte sicher so manches Anekdötchen erzählen. Das macht Terese aber nicht, sie lächelt und denkt sich ihren Teil.

Unsere Blogleser kennen Terese aus unserer Vorstellungsrunde „Sag mir, was du liest..“ und liebten ihre Weihnachtsgeschichte und das tolle Rezept für eine traditionelle oberschlesische Weihnachtsspeise, Makowki.

Wir wünschen Dir, liebe Terese für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und viel Freude mit Deiner Familie.
Wir freuen uns auf ganz viele Besuche von Dir
bei uns in der Bücherei
🙂

Eure Beate Sleegers

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Über b.sleegers

Arbeitet und bloggt für die Stadtbücherei Erkrath.

7 Kommentare zu “Nicht dramatisch aber doch traurig

  1. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leser,
    bevor ich mich verabschiede, möchte ich mich noch bedanken. Bedanken für die lobenden und sehr netten Worte, die über mich gesagt wurden, und bedanken für die vielen guten Wünsche, die mich schon in den vergangenen Tagen immer wieder erreicht haben.
    Der bevorstehende Ruhestand wird keine leichte Sache für mich sein, denn ich befürchte, ich werde Euch ziemlich vermissen.
    Bedanken möchte ich mich für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Danke und alles Gute euch allen!
    Teresa Pieprz

    Gefällt 1 Person

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